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Das Thema Fachkräftesicherung entscheidet für Ministerpräsident Stephan Weil über die Zukunft des Landes. Das sagte er bei der Dreikönigstagung des Handwerks in Uelzehn. Foto: phs
Das Thema Fachkräftesicherung entscheidet für Ministerpräsident Stephan Weil über die Zukunft des Landes. Das sagte er bei der Dreikönigstagung des Handwerks in Uelzehn. Foto: phs

Fachkräftemangel als Risiko

bso Uelzen. Erst vor drei Wochen war er beim Weihnachtszauber zu Gast in Uelzen, gestern besuchte Ministerpräsident Stephan Weil die Uhlenköperstadt erneut. Der SPD-Politiker war Festredner bei der 95. Dreikönigstagung der Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide, die wegen des bevorstehenden Abrisses des Kurhauses erstmals nicht in Bad Bevensen, sondern in der Uelzener Stadthalle stattfand.
„2013 war für die niedersächsische Wirtschaft und das Handwerk ein gutes Jahr“, bilanzierte Weil vor etwa 200 Gästen. Zugleich gab er ein klares Bekenntnis des Landes zum Handwerk ab. Doch die Unternehmen dürften sich angesichts der guten Lage nicht entspannt zurücklehnen. „Da kommt was auf uns zu“, warnte Weil vor langfristigen Entwicklungen und wurde sogleich konkret: Der Mangel an Nachwuchskräften sei „das größte Risiko, das wir in Niedersachsen haben“.

Aufgrund des demografischen Wandels werde es in den nächsten Jahren immer weniger junge Leute und somit auch weniger Auszubildende geben, sagte Weil. Zudem verlasse etwa ein Fünftel aller Jugendlichen die Schule ohne qualifizierten Abschluss. Besorgniserregend sei auch, dass über alle Branchen hinweg mehr als ein Fünftel aller Ausbildungsverträge nicht erfolgreich beendet würden.

„Wir müssen es daher schaffen, möglichst alle jungen Leute so auszubilden, zu qualifizieren und zu fördern, dass sie hinterher ihren Platz in der Gesellschaft und einen Arbeitsplatz finden“, forderte der Ministerpräsident. Das könne mit verstärkter frühkindlicher Bildung, einem flächendeckenden Ausbau der Ganztagsschulen, besserer beruflicher Orientierung in den Schulen und einer Förderung des dualen Ausbildungssystems erreicht werden. „Das Thema Fachkräftesicherung ist mitentscheidend für die Zukunft des Handwerks in Niedersachsen“, bekräftigte Weil.

Darüber hinaus machte er sich für fairen Wettbewerb in der Wirtschaft stark. Mindestlohn und Tariftreue seien dabei sehr wichtig. Es dürfe nicht sein, dass aus öffentlichen Mitteln bundesweit mehr als zehn Milliarden Euro pro Jahr an sogenannte Aufstocker gezahlt werden müssten, weil viele Arbeitgeber ihre Beschäftigten nicht fair bezahlten.

Eine positive Bilanz des vergangenen Jahres hatte zuvor Uelzens und Lüchow-Dannenbergs Kreishandwerksmeister Horst Saevecke gezogen. „Das Handwerk hat 2013 recht gute Zahlen geschrieben und auch für 2014 wird ein gutes Plus erreicht“, sagte Saevecke. Dabei seien „vertrauensbildende Rahmenbedingungen“ durch die Politik äußerst wichtig für das Handwerk.

Auch Rolf Schneider, Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, zeigte sich zufrieden: „Dem Handwerk geht es derzeit wirklich ordentlich. Wir erwarten für das laufende Jahr ein Plus von zwei Prozent bei den Umsätzen und ein Anziehen der Binnenkonjunktur.“

One comment

  1. Das übliche, dumme Geschwätz vom FKM. Im Text erwähnt dieser Phrasenmäher nur junge Leute. Und was ist mit den Alten ab 40 aufwärts, die nix kriegen? Diese Reportage ist so sinnfrei wie überflüssig, zumal Deutschland ca. 7,4 Mio. Arbeitslose hat (Quelle: Arbeitsagentur und IAB Kurzbericht).