Aktuell
Home | Lokales | Das erste echte Winterwetter
Kräftig kratzen hieß es in Lüneburg gestern nicht nur für Studentin Daniela (23). Der Winter scheint erwacht zu sein - überall Eis. Foto: be
Kräftig kratzen hieß es in Lüneburg gestern nicht nur für Studentin Daniela (23). Der Winter scheint erwacht zu sein - überall Eis. Foto: be

Das erste echte Winterwetter

ca Lüneburg. Geringe Minusgrade, dazu nachts um halb drei Regen – diese tückische Verbindung machte gestern vielen Menschen in Stadt und Landkreis Lüneburg zu schaffen. Die Polizei meldet mehrere Unfälle. So war am Mittag auf der Ostumgehung in Höhe Stadtkoppel ein Lastwagen von der Straße gerutscht und hatte sich quergestellt. Zeitweilig sperrten die Ordnungshüter die Strecke in Richtung Hamburg für Bergungsarbeiten komplett. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon, der Sachschaden geht in die Tausende.

Meistens sei es bei Blechschäden geblieben, sagt Polizeisprecher Kai Richter. Beispielhaft nennt er drei Unfälle. Nahe der Bernsteinbrücke bei Ochtmissen stießen ein Mercedes Sprinter und ein Audi zusammen, beide Fahrer wurden leicht verletzt. „Bei dieser Witterung zu schnell unterwegs“, heißt es von der Polizei in diesem wie in anderen Fällen. So schlitterte an der Ecke Stöterogge-/Brandenburger Straße ein 61-Jähriger mit seinem Peugeot gegen ein Straßenschild. In Vögelsen rutschte ein Mann mit seinem VW in einen Graben.

Nicht überall waren die Räumdienste sofort im Einsatz. Das traf auch den Busverkehr. Mancher Schulbus kam nicht pünktlich an, berichtet der Lüneburger KVG-Betriebsleiter Hartmut Müller. So standen in Amelinghausen die Räder still: „Da ging nichts mehr. Die Busse sind an die Seite gefahren.“ Die Folge: An mancher Haltestelle blieben Kinder stehen, weil die Busse die Fahrt erst später fortsetzen konnten.

In der Stadt war der Räumdienst von 3 Uhr an unterwegs – nach dem üblichen Konzept: Zunächst streuten vier Kollegen vom städtischen Betriebshof mit Fahrzeugen Hauptstraßen und Busstrecken ab, dann folgten andere wichtige Straßen. Alles in allem 124 Kilometer, berichtet Betriebshof-Chef Ralf Dibowski. Zwei Dutzend Mitarbeiter streuten und räumten parallel Geh- und Radwege. 17 Beschäftigte kümmerten sich um die 330 Bushaltestellen im Stadtgebiet. Dibowski: „Um elf waren wir einmal durch, und haben wieder von vorne angefangen.“ Heute dürfte der nächste Einsatz anstehen – es soll eisig kalt bleiben.

Wer wissen will, ob aufgrund des Wetters die Schule ausfällt, sollte Radio hören oder auf die Internetseite des Landkreises klicken unter www.lueneburg. de/schulausfall.