Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Im Mai werden die Lüneburger wieder zur Wahlurne gerufen. Für die SPD bewirb sich Ulrich Mädge um den Posten des Oberbürgermeisters, die CDU hat noch keinen Kandidaten vorgestellt. Foto: A
Im Mai werden die Lüneburger wieder zur Wahlurne gerufen. Für die SPD bewirb sich Ulrich Mädge um den Posten des Oberbürgermeisters, die CDU hat noch keinen Kandidaten vorgestellt. Foto: A

Erst zwei trauen sich aus der Deckung

as Lüneburg. Während der SPD-Ortsverein Lüneburg morgen Abend Amtsinhaber Ulrich Mädge als Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl am 25. Mai nominieren wird, hüllt sich die CDU noch in Schweigen, was ihren Kandidaten angeht. Ungeklärt ist bisher bei den Grünen und der FDP, ob sie überhaupt einen Kandidaten aufstellen. Bei den Piraten schwankt man, die Rentnerpartei und AfD winken ab. Einer, der bereits Flagge zeigt, ist Linkenchef MichÉl Pauly, der sich im Rat der Stadt gerne Wortgefechte mit Mädge liefert. Er hat signalisiert, dass er für die OB-Kandidatur bereitsteht.

Eckhard Pols, CDU-Chef im Stadtrat, sagt: „Wir werden unseren Kandidaten um den 5. Februar herum bei einer Pressekonferenz präsentieren – genauso wie wir das bei unserer Landratskandidatin gemacht haben.“ Auch auf Nachhaken hält sich Pols bedeckt, verrät nur so viel: „Es ist eine Lüneburger Lösung.“ Also kein externer Bewerber.

Wenn es nach Vorstand und Fraktion der Stadtgrünen geht, soll es einen eigenen Kandidaten für das höchste Amt in der Hansestadt geben. Bernhard Förschner, Sprecher des Ortsverbands Lüneburg der Grünen, sagt, es habe am Montagabend ein Strategiegespräch zur OB-Wahl gegeben. Dabei habe man sich grundlegende Gedanken gemacht, „welchen Veränderungsbedarf wir für die Stadt sehen und mit welchem Gegenentwurf wir in die Wahl gehen könnten“. Auch sei abgewogen worden, was ein möglicher grüner Kandidat für die politische Konstellation im Stadtrat bedeute. Anschließend wurde ein Anforderungsprofil erarbeitet, das nun „kommuniziert“ wird. Bis Ende Januar können Bewerber ihre Unterlagen beim Ortsvorstand einreichen. Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag, 13. Februar, sollen dann Kandidaten vorgestellt werden. Die Basis werde entscheiden, ob ein eigener Kandidat aufgestellt wird.

Auch die FDP will die Basis entscheiden lassen. Bei einer Mitgliederversammlung im Februar werde man das Thema diskutieren und entscheiden, ob die Liberalen einen eigenen Kandidaten aufstellen, sagt Frank Soldan, Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes. Die Piraten sind laut Torbjörn Bartels noch in der Diskussion, „aber wahrscheinlich werden wir gucken, welchen Kandidaten einer anderen Partei wir unterstützen“. Keinen eigenen Kandidaten für die OB-Wahl will die Rentnerpartei laut deren Ratsherr Jens Kiesel stellen. Auch die Alternative für Deutschland (AfD) hat sich nach Angaben von Michael Recha inzwischen entschlossen, keinen eigenen Mann oder eine eigene Frau ins Rennen zu schicken, „weil wir im lokalen Umfeld keinen haben, der sich dieser Aufgabe stellen will – aus unterschiedlichen Gründen. Als junge Partei haben wir überregional nicht die Verbindung, um einen fachlich versierten Kandidaten anzufragen“.

Der Kreisverband der Linken hat für Mitte Februar eine Aufstellungsversammlung für Oberbürgermeister- und Landratskandidat terminiert. Laut MichÉl Pauly hat der Vorstand des Kreisverbandes auch schon Empfehlungen an die Mitglieder abgegeben für mögliche Kandidaten um das Amt des OB, des Landrats und des Bürgermeisters der Samtgemeinde Ostheide. Pauly bekennt, dass er für den Posten von Mädge in den Ring treten möchte.

Auch für den Landratsposten gibt es bislang wenige Bewerber. Als Kandidatin nominiert ist bislang nur Kreisrätin Monika Scherf, die Parteilose tritt für die CDU an. Am Freitag soll der amtierende Landrat Manfred Nahrstedt für die SPD folgen. Kandidatenkür ist ab 18 Uhr im Helnan-Hotel in Reinstorf.

2 Kommentare

  1. Schade, daß die AfD nicht antritt. So hoffe ich auf einen adäquaten Kandidaten der CDU, hinter dem sich die bürgerlichen Paretein respektive deren Wähler versammeln können.

  2. Walter Bromberger

    Die Interessen der Rentnerinnen werden doch ausschließlich von der Partei „Die LINKE“ wahrgenommen.
    Also, liebe Lüneburger, kümmert Euch beherzt darum!