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Mädge als Oberbürgermeister-Kandidat der SPD nominiert — Linke präsentiert ersten Gegenkandidaten

Lüneburg. 88 Prozent für Ulrich Mädge. Mit dieser starken Rückendeckung seiner Partei geht der amtierende Oberbürgermeister von Lüneburg in die Kandidatur um seine fünfte Amtszeit. Er ist seit 1991 im Amt, seit 1996 hauptamtlicher Chef der Verwaltung und zugleich oberster Repräsentant der Stadt. Mädge gilt bei der Wahl im Mai als Favorit.

67 Sozialdemokraten stimmten Donnerstagabend in der Ritterakademie für, sieben gegen Mädge, zwei enthielten sich der Stimme. Einen parteiinternen Gegenkandidaten gab es nicht. Mädge hatte zuvor sein Programm für die nächsten Jahre skizziert. Schwerpunkte sollen Bildung, bezahlbarer Wohnraum und ein guter Öffentlicher Personennahverkehr sein. Für Firmen möchte Mädge in den kommenden Jahren auf dem Gelände der Theodor-Körner-Kaserne Gewerbeflächen ausweisen.

Die CDU hat bisher keinen Kandidaten nominiert, will dies aber in Kürze tun. Die Grünen wollen ebenfalls einen Kandidaten ins Rennen schicken, zwei Namen werden hier gehandelt.

Nägel mit Köpfen machte jetzt als erste Konkurrenz die Linke: Sie präsentiert Michèl Pauly als OB-Gegenkandidaten. Pauly, Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat, zu seinen Zielen: „Wir wollen ein eigenes Stadtwerk, das die Energiewende bezahlbar für seine Einwohner gestaltet. Auch brauchen wir weniger Prestigebauten wie das Neue Museum oder Audimax. Das Geld wird dringender gebraucht zur Sanierung von Schulen und zur Unterstützung von Mietern.“

Die Linken haben auf ihrer Mitgliederversammlung auch einen Landratskandidaten ins Rennen geschickt: Die Versammlung nominierte Jörg Venderbosch. Der Politikwissenschaftler sammelte bereits als linker Fraktionsvorsitzender im Lüneburger Kreistag Erfahrung. Er will Lüneburg sozialer gestalten. Die CDU hat bereits Kreisrätin Monika Scherf nominiert, Bei der SPD will Landrat Manfred Nahrstedt erneuet antreten.

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