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Der Biber ist auch im Nachbarlandkreis Harburg wieder heimisch, hier bei der Arbeit.  Zurzeit seien sechs Vorkommen des streng geschützten Nagers bekannt, heißt es. Foto: nh
Der Biber ist auch im Nachbarlandkreis Harburg wieder heimisch, hier bei der Arbeit. Zurzeit seien sechs Vorkommen des streng geschützten Nagers bekannt, heißt es. Foto: nh

Biber zurück im Kreis Harburg

lz Winsen. Der Biber lange Jahre galt er im Landkreis Harburg als ausgestorben. Jetzt ist er über die Elbe wieder in die Region südlich von Hamburg zurückgekehrt. Seine Spuren finden sich an Elbe, Seeve, Luhe und Ilmenau. „Zurzeit sind uns sechs Vorkommen des streng geschützten Tieres bekannt, unter anderem im Naturschutzgebiet Rethmoorsee“, berichtet Detlef Gumz, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises.

Flora und Fauna profitieren von der Rückkehr des Bibers, so der Landkreis: Durch das Fällen von Bäumen zur Nahrungsaufnahme sowie das Bauen von Dämmen und Biberburgen tragen die Tiere zur Renaturierung der Gewässer und ihrer Auenbereiche bei. Dadurch entstehen wertvolle Lebensräume für weitere Tier- und Pflanzenarten, beispielsweise natürliche Überflutungsbereiche, und nicht zuletzt auch ein effektiverer Hochwasserschutz.

Zu Problemen kann es hingegen kommen, wenn Biber Deiche untergraben oder bei Nahrungsknappheit Futter auf landwirtschaftlichen Flächen suchen. Im Landkreis Harburg war dies bisher nicht der Fall und soll auch zukünftig vermieden werden.

Ehrenamtliche Biberberater kümmern sich im Landkreis Harburg ab sofort in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde um ein flächendeckendes Bibermanagement für die Region. Die Berater stehen bei Schäden als Ansprechpartner zur Verfügung und informieren über den Biber und seine Lebensweise. So können ernsthafte Schäden bereits im Vorfeld vermieden werden. Um alle Bibervorkommen im Landkreis aufzuspüren, bittet die Untere Naturschutzbehörde um Mithilfe. Wer Biberspuren wie angenagte Bäume entdeckt, meldet diese an Corinna Hoops (Tel. 04171/ 693297, E-Mail: c.hoops@landkreis-harburg.de) oder einen der Biberberater.

Ganz wichtig zu wissen: Der Biber ist eine streng geschützte Art. Die Tiere dürfen weder gefangen oder getötet werden, noch darf ihr Lebensraum zerstört werden. Wenn Biber Schäden verursachen, kann die Naturschutzbehörde in einem eng begrenzten Rahmen aber Ausnahmegenehmigungen zur Abweichung von dieser grundsätzlichen Regelung erteilen. Auch in solchen Fällen sind die Biberberater die richtigen Ansprechpartner.

Elbmarsch
Claus Hektor (Nabu Geesthacht), E-Mail: c.hektor@hektor.de, Tel. 04152/75758.

Luhe und Ilmenau
Ingo Ahrens (Nabu Winsen), E-Mail: biber@nabu-winsen-luhe.de, Tel. 04174/5024382.

Für den Bereich Seeve und Gebiete westlich des Flusses Seeve
Uwe Wieschowski (Horster Fischerei- und Naturschutzgemeinschaft), E-Mail: u.wieschowski@t-online.de, Tel.04105/4659.