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Lauenburgs Gerüchteküche brodelt: Angeblich sollen die Pläne wackeln, das Postgebäude an der Berliner Straße abzureißen und dort einen Edeka-Markt zu errichten. Dem widersprechen Lauenburgs Bürgermeister und der Konzern. Foto: tja
Lauenburgs Gerüchteküche brodelt: Angeblich sollen die Pläne wackeln, das Postgebäude an der Berliner Straße abzureißen und dort einen Edeka-Markt zu errichten. Dem widersprechen Lauenburgs Bürgermeister und der Konzern. Foto: tja

Gerüchte um Innenstadt-Projekt

emi Lauenburg. Verwirrung um die Pläne für ein neues, 50 Millionen Euro teures Zentrum in der Lauenburger Oberstadt: Kurz vor der dritten Zukunftswerkstatt zur Innenstadtentwicklung machten Gerüchte die Runde, wonach der geplante Neubau eines Edeka-Marktes an der Berliner Straße zu scheitern drohe mit womöglich fatalen Folgen für die Elbestadt, denn das Projekt gilt als Zugpferd für weitere Investoren. Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede widerspricht diesen Stimmen vehement: „Da ist nicht die Bohne dran.“

Der Knackpunkt an der Sache: Das aktuelle Gebäude, in dem sich ein Zustellstützpunkt der Deutschen Post sowie eine Postbankfiliale befinden, soll abgerissen werden, stattdessen ein Edeka-Markt auf dem Grundstück entstehen. Doch genau dieser Plan könnte kippen, wurde gemunkelt, denn: Für das Haus bestehe ein langfristiger Mietvertrag mit der Postbank und die stelle hohe Ansprüche an ein Ersatzobjekt. Während Edeka Nord die Gerüchte umgehend in einer Pressemitteilung dementierte, hält sich Ralf Palm bedeckt.

Dem Sprecher der Postbank waren auf LZ-Nachfrage lediglich zwei Sätze zu entlocken: „Wir sind mit dem entsprechenden Projektentwickler in Kontakt.“ Und: „Wir wollen die Entwicklung der Gespräche derzeit nicht in die Öffentlichkeit tragen.“ Doch genau dort besteht offenbar Konfusion. Zunächst habe es doch geheißen, die Postbank wolle Flächen im neuen Gebäude anmieten, war zu hören.

Edeka teilt mit, es bestehe „weiterhin höchstes Interesse an einer zügigen Realisierung des Neubaus“: „Bereits 2012 hat Edeka Nord das Grundstück an der Berliner Straße in Lauenburg samt Gebäude und Mieterschaft käuflich erworben. Für dieses Grundstück wurde eine Planung bauantragsreif abgeschlossen.“ Diese sehe vor, sowohl einem großen Edeka-Markt als auch weiteren zusätzlichen Einzelhandelsflächen Platz zu bieten. „Unter anderem soll die Filiale der Postbank an diesem Standort verbleiben.“

Weiter betont Edeka: „Die langfristigen Mietverträge, die mit der Mieterschaft bestehen, werden bei dieser Planung nicht als Problem gesehen.“ Kim-Christin Möller von der Edeka-Objektverwaltung stehe in engem Kontakt mit der Deutschen Post, welche für den Edeka-Neubau einen Standortwechsel vollziehen müsste. „Wir suchen zurzeit aktiv nach Ausweichflächen für den Zustellstützpunkt und befinden uns in regem Austausch mit der Deutschen Post und auch der Postbank“, berichtet Möller.
Wann das alte Gebäude abgerissen, der neue Supermarkt vorgesehen ist ein Bau mit einer Kombination aus Mauerwerk und Glasfront gebaut werden soll, äußerte Thiede nicht: „Unsere Aufgabe war es, das Baurecht zu schaffen. Das ist geschehen. Die Aufgabe von Edeka ist es, die Post umzusiedeln. Wenn das geschehen ist, kann der Abriss erfolgen.“

Für Thiede ist das Neubau-Projekt wichtig. „Edeka ist ein großer Frequenzbringer, ein Nahversorger und der Anfang für andere Bauprojekte. Sie sollen Lauenburg ein neues Gesicht verleihen“, hofft der Lauenburger Bürgermeister.