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Die Schlange in der Lüneburger Agentur für Arbeit is wieder etwas länger geworden. Die Arbeitslosenquote für die Region stieg um 0,6 auf 6,9 Prozent. Foto: A/be
Die Schlange in der Lüneburger Agentur für Arbeit is wieder etwas länger geworden. Die Arbeitslosenquote für die Region stieg um 0,6 auf 6,9 Prozent. Foto: A/be

Wieder mehr Arbeitslose +++ Mit Arbeitsmarktbericht

rast Lüneburg. Der Winter, der die Außenberufe hart trifft, und das Auslaufen von Ausbildungsverträgen sind die Gründe dafür, dass die Arbeitslosenquote in Stadt und Landkreis Lüneburg im Januar um 0,6 auf 6,9 Prozent gestiegen ist und damit den Wert des Vorjahresmonats erreicht. 6377 Arbeitslose suchen aktuell eine Stelle, das sind 585 mehr als noch Ende Dezember.

Die Lüneburger Quote liegt damit unter der aus Niedersachsen und Bremen mit 7,0 und der des Bundes mit 7,3 Prozent. Diese Entwicklung ist laut Bernd Passier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, typisch für den Januar und beruht auf saisonalen Effekten: ,,Einerseit sorgten winterliche Temperaturen dafür, dass Arbeiten am Bau sowie im Garten- und Landschaftsbau und anderen witterungsabhängigen Branchen ruhen. Andererseits endeten die dreieinhalbjährigen Ausbildungen und nicht jede junge Fachkraft wurde vom Ausbildungsbetrieb übernommen.“ So nahm die Arbeitslosigkeit bei jungen Leuten im Alter zwischen 15 und 25 Jahren binnen eines Monats um 85 auf 550 Betroffene zu.

Die witterungsabhängige Komponente spiegelte sich in der Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei Frauen und Männern aus, Passier: ,,Nach wie vor sind in witterungsabhängigen Branchen überwiegend Männer beschäftigt. So fiel der Anstieg verglichen mit Dezember bei den Männern um 393 auf 3553 Arbeitslose deutlich stärker aus als bei den Frauen mit einem Anstieg um 192 auf 2824 Betroffene.“ Die Quote von 6,9 Prozent ist zwar identisch mit der von Januar 2013, doch sind aktuell 152 Arbeitslose mehr registriert als noch vor einem Jahr.

In diesem Monat meldeten sich 1760 Personen neu oder erneut arbeitslos, das sind 128 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1187 Personen ihre Arbeitslosigkeit, im Vergleich ein Plus von 70 Frauen und Männern. Der Bestand an freien Stellen ist im Januar um 23 auf 1256 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 173 Jobs mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 336 neue offene Stellen, das sind 109 mehr als im Januar 2013.

Für den Februar sagt Agentur-Chef Passier einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen voraus, erfahrungsgemäß entspanne sich die Situation aber wieder im März. ,,Die jungen Frauen und Männer, die sich nach dem Abschluss ihrer Ausbildung arbeitslos melden, haben gute Chancen, schnell wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Für die Unternehmen ist dies gleichzeitig eine gute Möglichkeit, Fachkräfte zu gewinnen“, macht Bernd Passier sowohl den Arbeitssuchenden wie auch den Firmen Mut.

Ergänzend zur offiziellen Arbeitslosenzahl veröffentlich die Agentur auch Angaben zur Unterbeschäftigung, dazu zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie zum Beispiel im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Die Unterbeschäftigung lag im Januar in Hansestadt und Landkreis bei 8076 Betroffenen und erhöhte sich gegenüber Dezember um 406 Frauen und Männer. Gegenüber Januar 2012 allerdings sind es 47 Betroffene weniger.

Arbeitsmarktbericht Januar 2014