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Der bundesweit agierende Radiologie-Dienstleister ,,Curagita will das insolvente Krankenhaus Salzhausen übernehmen. Foto: pet
Der bundesweit agierende Radiologie-Dienstleister ,,Curagita will das insolvente Krankenhaus Salzhausen übernehmen. Foto: pet

Neue Hoffnung für Krankenhaus

pet Salzhausen. Überraschende Entwicklung beim insolventen Krankenhaus Salzhausen: Nicht die dem Landkreis Harburg gehörende Krankenhaus Winsen und Buchholz gGmbH, sondern der bundesweit tätige Radiologiedienstleister ,,Curagita“ mit Hauptsitz in Heidelberg ist vom Gläubiger-ausschuss der Klinik beauftragt worden, für die nächsten drei Monate die ,,Geschäftsbesorgung“ für das Traditionshaus zu übernehmen. Ziel der ,,Curagita“ sei es, das bestätigte gestern Vorstand Dr. Rolf Lucas, das Krankenhaus letztlich ,,zu 100 Prozent“ zu übernehmen.

Am Mittwochabend hatte in Salzhausen der Gläubigerausschuss getagt. Dem legte Geschäftsführer Norbert Böttcher von der Krankenhaus Winsen und Buchholz gGmbH noch das geplante Konzept der Gesellschaft, die dem Landkreis Harburg gehört, vor. Mitte Januar hatte der Landkreis signalisiert, sich an einer möglichen Rettung der Klinik aktiv beteiligen zu wollen. Den Zuschlag für die ,,Geschäftsbesorgung“ erhielt letzlich aber ,,Curagita“, vertreten durch Lucas. ,,Am Donnerstag hat es bereits eine Mitarbeiterversammlung gegeben“, berichtete er gestern.

Die ,,Geschäftsbesorgung“ beginnt mit dem 1. Februar, innerhalb des ersten Monats wollen die ,,Curagita“-Experten erst einmal eine genaue Risikobewertung vornehmen. Lucas: ,,Wir werden uns vor Ort mit den genauen Umständen vertraut machen.“

Das Krankenhaus Salzhausen bleibe unter der Führung von Insolvenzverwalter Jan Ockelmann, Rechtsanwalt aus Hamburg, die ,,Curagita“ werde das Tagesgeschäft übernehmen und sich mit den Gegebenheiten im Krankenhaus vertraut machen.

Ziel der ,,Curagita“ sei es, das Angebot des Krankenhauses Salzhausen, der einzigen genossenschaftlich organisierten Klinik Deutschlands, zu erhalten, ,,es nach Möglichkeit sogar noch zu erweitern“, so Lucas. So solle versucht werden, weitere externe Mediziner zu gewinnen, die als Belegärzte in Salzhausen operieren wollen. ,,Schließlich haben wir hier ein hochmodernes OP-Zentrum.“ Eine Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter könne man nicht geben, ,,aber unser Ziel ist es, den Mitarbeiterstamm aufzubauen, auch gute Mitarbeiter zurückzuholen“, so Lucas.

,,Sehr froh“ über die neue Perspektive ist Salzhausens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause, selbst Mitglied im Gläubigerausschuss. ,,Ich erhoffe mir, dass nun relativ schnell wieder Ruhe einkehrt in der Klinik.“