Mittwoch , 28. September 2016
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Wegen versuchten Mordes am Reihersee stehen zwei Männer vor dem Landgericht Lüneburg. Foto: A
Wegen versuchten Mordes am Reihersee stehen zwei Männer vor dem Landgericht Lüneburg. Foto: A

Schwangere mit Baseballschläger fast zu Tode geprügelt

rast Lüneburg. Die zwei Männer lockten die Schwangere am 31. August 2013 an eine abgelegene Stelle am Reihersee, um dort mit einem Baseballschläger auf sie einzuschlagen und die junge Frau umzubringen. Davon ist die Staatsanwaltschaft überzeugt, sie geht davon aus, dass das Duo heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt hat. Wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchtem Schwangerschaftsabbruch und gefährlicher Körperverletzung müssen sich die 22 und 23 Jahre alten Männer von Donnerstag, 6. Februar, an vor der 4. Großen Strafkammer am Landgericht Lüneburg verantworten.

Die Anklage sieht das Motiv in der Schwangerschaft. Gerichtssprecherin Frauke Albers sagt: ,,Die Frau soll nach eigenen Angaben ein Kind von dem Angeklagten D. erwartet haben und nicht zu der von ihm gewünschten Abtreibung bereit gewesen sein.“ Die Angeklagten hätten den Plan gefasst, sie an einen abgelegenen Ort zu locken, wo sie überfallen werden und es so zum Schwangerschaftsabbruch kommen sollte. Geplant worden sei von den beiden Männern auch, die Frau zu töten, ,,um zu verhindern, dass sie die Angeklagten später würde identifizieren können“. Der Angeklagte T. hatte der Schwangeren laut Polizeiermittlungen vorgegaukelt, er habe mit ihr am See spazierengehen wollen und habe sie mit dem Auto abgeholt.

Was dann am Maschweg in Brietlingen in der Nähe des Sees laut Anklage geschehen sein soll, wo D. bereits auf den Mittäter und die Frau gewartet habe, gibt Frauke Albers so wieder: ,,T. soll der Geschädigten von hinten einen Schlag mit einem Baseballschläger versetzt haben, so dass diese bewusstlos zu Boden gegangen sei. Daraufhin sei sie von beiden Angeklagten weiter gegen Kopf, Bauch und Körper geschlagen worden.“ Als das Duo sein Opfer abseits des Weges habe verstecken wollen, habe die aus einem Ort im Kreis Lüneburg stammende Frau das Bewusstsein wiedererlangt und zu schreien begonnen: ,,Darum habe D. sie mit Tötungsabsicht solange gewürgt, bis sie sich bewusstlos gestellt und D. von ihr abgelassen habe. Die Angeklagten hätten sie danach in einem Waldstück abgelegt und seien geflüchtet.“

Wenig später wurde die Frau von einer Spaziergängerin gefunden. Durch die erheblichen Verletzungen schwebte sie in Lebensgefahr. Sowohl die junge Frau als auch das ungeborene Kind haben den brutalen Überfall überlebt. Ein schwarzer Golf GTI mit Ratzeburger Kennzeichen, der einem der mutmaßlichen Täter gehörte, führte die Ermittler zu den Angeklagten. In dem Wagen fanden die Polizisten auch eine silberfarbene Baseballkeule.

Der Prozess, bei dem acht Zeugen und vier Sachverständige gehört werden sollen, ist auf zunächst zehn Verhandlungstage anberaumt worden, ein Urteil könnte am 10. April gesprochen werden.

2 Kommentare

  1. Zwei der vier Sachverständigen werden den Angeklagten vermutlich eine „schwere Kindheit“ bescheinigen…

  2. Die Angeklagten hatten nicht nur eine schwere Kindheit, sondern werden auch mit Sicherheit mit einem Migrationsbonus belohnt. Unsere deutsche Kuscheljustiz wird deshalb über eine Bewährungsstrafe nicht hinaus gehen. Armes Deutschland !