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In diesem Gebäude in der Schul-
straße ist auch die Tesper Gemeindeverwaltung untergebracht. Noch in 2014 soll ein neues Gebäude für diesen Zweck errichtet werden. Foto: t&w
In diesem Gebäude in der Schul- straße ist auch die Tesper Gemeindeverwaltung untergebracht. Noch in 2014 soll ein neues Gebäude für diesen Zweck errichtet werden. Foto: t&w

Tesper Finanzen auf gutem Weg

pet Tespe. Es ist noch gar nicht so lange her, dass es richtig schlecht stand um die Finanzen der Gemeinde Tespe, dass der Landkreis Harburg dem Ort ein Konsolidierungskonzept verordnete, harte Spar­auflagen zu erfüllen waren und die Hebesätze kräftig erhöht wurden. Seit zwei Jahren geht es aber bergauf, können wieder Zuschüsse an Vereine gezahlt werden, sind auch Investitionen wieder möglich. Das setzte sich am Mittwochabend fort, als die Tesper Ratsmitglieder in der Alten Schule in Bütlingen den Haushalt mit einer Mehrheit von 10:2 Stimmen verabschiedeten.

Nicht ,,luxuriös“ sei der Haushaltsplan für das laufende Jahr, ,,aber ausreichend bestückt, so dass wir gewisse Vorhaben umsetzen können“, befand Bürgermeister Jörg Werner (SPD), der auch die ,,konstruktiven Gespräche“ in den voran ge­gangenen Ausschusssitzungen lobte. Positiv auch die Einschätzung von Karl-Heinz Kornberger (CDU): ,,Man kann mit Fug und Recht sagen, dass die Gemeinde Tespe sich auf einem gesunden Kurs befindet.“

Er freute sich besonders, dass die Gemeinde ihre geplanten Vorhaben umsetzen kann, ,,ohne dass wir die Banken um ihre Mithilfe bitten müssen“. Zufrieden war auch Reiner Zimbrich (SPD) darüber, dass die höheren Einnahmen ,,uns in die Lage versetzen, bestimmte Dinge anpacken zu können“.

Annähernd ausgeglichen mit Erträgen und Aufwendungen in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro fällt der Ergebnishaushalt aus. Die voraussichtlich guten Steuererträge (Werner: ,,Da ist sogar eher konservativ kalkuliert worden“) und Einnahmen aus dem Verkauf von Grundstücken im Baugebiet Untere Osterstücke (Werner: ,,Da haben wir im vergangenen Jahr etwas mehr verkauft als vorhergesagt“) tragen zur Gesundung der Gemeindefinanzen bei. Tespe verfügt sogar über Rückstellungen in Höhe von 873000 Euro die sollen aber für den Endausbau im Bereich Untere Osterstücke zurückgehalten werden. Den Rückstellungen stehen allerdings, darauf wies Werner Zenz (Freie Wähler) hin, auch alte Schulden gegenüber. Die betragen etwa 1,2 Millionen Euro.

Neue Kredite will die Gemeinde im laufenden Jahr nicht aufnehmen auch weil Maßnahmen angegangen werden sollen, die bereits im vergangenen Jahr beschlossen worden waren. So die Erschließung des 2. Bauabschnitts Untere Osterstücke (220000 Euro). In diesem Jahr verwirklicht werden soll auch der Neubau eines Gemeindeverwaltungsgebäudes an der Schulstraße (320000 Euro). ,,Das bisher genutzte Gebäude aus den 1960er-Jahren ist einfach in die Jahre gekommen“, erklärt Bürgermeister Werner.

Mit etwa 200000 Euro tritt die Gemeinde Tespe im laufenden Jahr bei der Sanierung des Geh- und Radwegs südlich der Landesstraße 217 in Vorleistung.