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Bunt, lautstark und in bester Faschingslaune zogen die Schüler der St.-Ursula-Schule gestern Mittag durch die Lüneburger Innenstadt. Foto: t&w
Bunt, lautstark und in bester Faschingslaune zogen die Schüler der St.-Ursula-Schule gestern Mittag durch die Lüneburger Innenstadt. Foto: t&w

Spinnen-Dompteurin für einen Tag

us Lüneburg. Clowns, Löwen, Seiltänzerinnen und Dompteure der Platz Am Sande verwandelte sich gestern Mittag für kurze Zeit fast zu einer richtigen Manege. Mehr als 200 Schüler der St.-Ursula-Schule waren auch in diesem Jahr an Rosenmontag wieder durch die Lüneburger Innenstadt gezogen. Bei bestem Faschings-Wetter machten sie lautstark mit Trommeln und Pfeifen ab 11.20 Uhr auf sich aufmerksam, zogen von ihrem neuen Standort am Sankt-Ursula-Weg über die Grapengießerstraße bis zum Sande und wieder zurück. „In diesem Jahr haben wir uns Zirkus als Motto gewählt wie man unschwer erkennen kann“, sagte die als Clown verkleidete Lehrerin Yvonne Dückerhoff und warf eine Handvoll Kamellen unter das närrische Schüler-Volk.

Mit einem kleinen Satz schnappte sich Lara aus der 4c gleich zwei davon. Die Zehnjährige hatte sich als Tiger verkleidet und wirkte verblüffend echt in ihrem Outfit mit Katzenschnauze und geschminktem Schnurrbart. „Eigentlich wollte ich das Kostüm schon im letzten Jahr tragen, aber dann wurde doch ein anderes Motto gewählt“, sagt sie. Umso mehr freute sie sich, dass „Zirkus“ nun in diesem Jahr als Faschings-Thema dran war.

Simon aus der 1a war zum ersten Mal beim Rosenmontagsumzug der St.-Ursula-Schüler mit dabei. Mit Zauberstab, schwarzem Zylinder und schwarzem Umhang mit roter Weste hatte sich der Erstklässler ein fast perfekt magisches Äußeres gegeben und sich damit deutlich von den zahlreichen Clowns abgehoben, die quietschbunt gekleidet die Mehrheit unter den Umzüglern bildeten. Doch Magiersprüche und bedeutungsschweres Schwenken des Zauberstabs halfen nichts, beim Ergattern der kleinen Leckereien war beherztes Zugreifen angesagt.

Fast ein wenig gruselig wirkte Lara aus der 8 b. Sie hatte eine täuschend echte, handballengroße Vogelspinne auf dem Kopf und aufgemalte Spinnennetze auf ihrem Kostüm. „Ich bin Spinnen-Dompteurin“, gab sie zur Antwort auf die Frage, was die achtbeinigen Tiere denn mit Zirkus zu tun hätten. Mit welchen Kunststücken sie die behaarten Krabbeltiere durch die Manege treiben wollte, konnte sie leider nicht mehr sagen, denn mit lautem Trommeln waren die jungen Jecken schon wieder weiter gezogen, zurück zur Schule. „Dort stehen noch Spiele und Schminken auf dem Programm, um 13 Uhr ist bei uns dann Schluss. Aber bei dem einen oder anderen Schüler geht es sicher auch am Nachmittag noch lustig weiter“, war sich Clown Yvonne sicher.