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Vor drei Jahren wurde die Landesstraße 217 bei Tespe provisorisch saniert. In wenigen Wochen soll ein 1,5 Kilometer langer Abschnitt saniert werden. Foto: t&w
Vor drei Jahren wurde die Landesstraße 217 bei Tespe provisorisch saniert. In wenigen Wochen soll ein 1,5 Kilometer langer Abschnitt saniert werden. Foto: t&w

Rosskur mit Behinderungen

pet Tespe. Straßensanierung, Teil 3: Nachdem zwei Bauabschnitte der Landesstraße 217 (Elbuferstraße) im Bereich Tespe bereits grunderneuert worden sind, soll jetzt der letzte Abschnitt in Angriff genommen werden: Die 1,5 Kilometer lange Ortsdurchfahrt von der Kreuzung Elbuferstraße/Lüneburger Straße bis zum östlichen Ortsausgang. Da auf Anlieger und Durchreisende wieder erhebliche Behinderungen zukommen, findet am Donnerstag, 13. März, 19 Uhr, in der Schützenhalle Tespe eine Informationsveranstaltung statt.

Vorgesehen war die Grundsanierung der Ortsdurchfahrt Tespe bereits für 2011  dann kam aus Hannover die Nachricht: Es steht kein Geld zur Verfügung. Viele Tesper waren sauer, der damalige Bürgermeister Karl-Heinz Kornberger protestierte, aber ohne Erfolg. Statt der Grundsanierung gab es eine provisorische Abdeckung mit einer Asphaltschicht.

Jetzt soll es aber losgehen. Je nach Witterung werden die Bauarbeiten im Frühjahr beginnen. An der vorgesehenen Grundsanierung der Landesstraße 217 sind mehrere Institutionen beteiligt: Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die das Vorhaben koordiniert und mit allen Beteiligten gründlich vorbereitet hat, die Gemeinde Tespe, die Samtgemeinde Elbmarsch und der Wasserbeschaffungsverband Elbmarsch. Alle werden am 13. März über das Vorhaben berichten und für Fragen zur Verfügung stehen. Saniert werden neben der Fahrbahn auch der Gehweg auf der Südseite und die kompletten Entwässerungseinrichtungen, auf der Nordseite soll ein neuer Geh- und Radweg entstehen, der eine Lücke im Zuge des länderübergreifenden Elbe-Radwegs schließen soll.

Fest steht schon, dass die Landesstraße während der mehrmonatigen Bauarbeiten komplett gesperrt wird. Umleitungen für den Fern- und den Nahverkehr werden eingerichtet, versicherte Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereichs Lüneburg der Landesbehörde. Außerdem können Anlieger ihre Grundstücke erreichen. Die Gesamtkosten der Bauarbeiten betragen, so Möller, etwa 3,1 Millionen Euro.

Bereits im Jahr 2000 hatte das Land Niedersachsen der damaligen Bezirksregierung Lüneburg den Planungsauftrag für die Sanierung der L 217 erteilt. Die Genehmigung kam 2005. Doch die Ausführung des Vorhabens wurde immer wieder verschoben, weil Hannover das nötige Geld fehlte. Erst dank Fördermitteln der EU konnte 2008 mit den Arbeiten begonnen werden. Im Herbst 2013 gab das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr bekannt, dass Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung/Efre für die abschließende Maßnahme in Tespe zur Verfügung stehen.

Bis es mit den Bauarbeiten im Bereich Tespe losgeht, soll eine andere Baumaßnahme an der Landesstraße 217 in Marschacht abgeschlossen sein. Im Bereich der Abzweigung zum Abwasserwerk ist die Straße auf einer Länge von 15 Metern auf der Südseite abgesackt. Im Laufe des März will die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Aufträge vergeben, dann sollen die Bauarbeiten beginnen.