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Der Anteil der Mädchen beim 
Regionalwettbewerb Jugend forscht steigt, liegt jetzt bei über 40 Prozent. Foto: nh
Der Anteil der Mädchen beim Regionalwettbewerb Jugend forscht steigt, liegt jetzt bei über 40 Prozent. Foto: nh

Klebeband der Marke Eigenbau

ahe Lüneburg. Ein Bio-Klebeband, das man zu Hause ruckzuck selbst herstellen kann, die perfekte Ausleuchtung eines Raumes, die umweltgerechte Entsorgung von Plastiktüten nur drei von 56 Themenfeldern, mit denen sich 92 Schüler aus Lüneburg und Umgebung seit Monaten beschäftigen. Auf welche Probleme sie dabei gestoßen sind und welche Lösungsvorschläge sie dafür haben, das präsentieren die Mädchen und Jungen am Freitag und Sonnabend, 7. und 8. März, beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Universität.

Der traditionsreiche Wettbewerb steht in diesem Jahr unter dem Motto „Verwirkliche Deine Idee“. Und Ideen haben die Teilnehmer viele: Sie untersuchen Keime in Äpfeln, gehen der Frage nach, wie der Vertretungsplan der Schule aufs Handy kommt, analysieren Nanodrähte, nehmen Sonnenbrillengläser unter die Lupe, erproben eine funkverbundene Briefkastenflagge, forschen über Heißluftballone, Seifenblasen und Glasfaser. Am stärksten vertreten ist das Lüneburger Johanneum, deren Schüler gleich 16 Projekte angemeldet haben. Mit jeweils drei Projekten dabei sind aus dem Landkreis Lüneburg noch das Gymnasium Oedeme und das Gymnasium Lüneburger Heide in Melbeck. Darüber hinaus sind noch Schüler aus Stade, Winsen, Buxtehude, Cuxhaven, Buchholz, Harsefeld und Osterholz-Scharmbeck mit ihren Arbeiten dabei. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Mädchen auf mehr als 40 Prozent gestiegen, 38 Nachwuchsforscherinnen sind am Start. Beliebtestes Fachgebiet in der Region ist Chemie, für das 13 Projektanmeldungen vorliegen, gefolgt von Physik mit zwölf Anmeldungen.

Am Freitag präsentieren die Jugendlichen ihre Arbeiten einer Jury, die dann beurteilt, wie anspruchsvoll und logisch die Schüler geforscht haben. Am Sonnabend werden die Ergebnisse verkündet. Die Gewinner des vom Lüneburger Patenunternehmen Werum unterstützten Regionalwettbewerbs in ihren jeweiligen Fachgebieten qualifizieren sich für den Landeswettbewerb, der für die älteren Schüler vom 24. bis 26. März in Clausthal-Zellerfeld stattfindet, für die jüngeren vom 27. bis 29. März in Oldenburg. Das Bundesfinale steigt in diesem Jahr vom 29. Mai bis 1. Juni in Künzelsau in Baden-Württemberg. Im vergangenen Jahr hatte Daniel Pflüger vom Johanneum sogar das Bundesfinale im Fachgebiet Physik gewonnen.

Besucher können die Arbeiten der Jungforscher aus der Region am Sonnabend in der Zeit von 9 bis 10.30 Uhr im Hörsaalgang der Universität auf dem Campus an der Scharnhorststraße in Augenschein nehmen.