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Eine Allianz für den Elbe-Seitenkanal hat gestern der Lüneburger Kreistag auf den Weg gebracht  die Bedeutung des Kanals werde sich künftig noch weiter erhöhen. Foto: t&w
Eine Allianz für den Elbe-Seitenkanal hat gestern der Lüneburger Kreistag auf den Weg gebracht  die Bedeutung des Kanals werde sich künftig noch weiter erhöhen. Foto: t&w

Allianz für den Elbe-Seitenkanal

pet Lüneburg. Gemeinsam geht es besser das gilt auch, wenn es um die von zahlreichen Gremien und Institutionen in der Region geforderte Ertüchtigung des Elbe-Seitenkanals geht. Und so waren sich die Mitglieder des Lüneburger Kreistags Montagnachmittag bei ihrer Sitzung in der Ritterakademie fast einig, dem neu zu gründenden Verein ,,Allianz für den Elbe-Seitenkanal“ beizutreten.

Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg hatte Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) Ende Januar angeschrieben mit der Bitte um Mitteilung, ob der Kreis bereit wäre, den Verein mitzugründen. Zweck des Vereins, so besagt es der Satzungsentwurf, ,,ist die Förderung des Erhaltes und die Erhöhung der verkehrsinfrastrukturellen Leistungsfähigkeit des Elbe-Seitenkanals, insbesondere durch den Bau eines Abstiegsbauwerks in Scharnebeck“. Und: ,,Der Verein verwirklicht den Vereinszweck insbesondere dadurch, dass er auf Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung einwirkt mit dem Ziel, den infrastrukturellen Zustand des Elbe-Seitenkanals zu verbessern.“

Landrat Nahrstedt warb vehement für den Eintritt in den künftigen Verein, verwies auf die Bedeutung des Elbe-Seitenkanals und darauf, dass Prognosen bis 2025 eine Ausweitung des Güterverkehrs um 79 Prozent vorhersagen. Und darauf, dass erst vier Prozent des Güteraufkommens im Hamburger Hafen durch den Elbe-Seitenkanal abfließen.

Für die Fraktion CDU/Bündnis 21-RRP begrüßte Hans-Georg Führinger den Einsatz für den ESK, dessen Ertüchtigung ,,die Entwicklung beflügeln kann“. Klaus-Dieter Salewski (SPD) sagte, es sei ,,richtig, die Kräfte zu bündeln“. Auch Martin Gödecke (Unabhängige) und Gisela Plaschka (FDP) sprachen sich für den Beitritt in den neuen Verein aus. Enthaltungen kamen von Frank Stoll und Bernd Jaschke (Linke) man sehe zwar auch die unbedingte Notwendigkeit für eine weitere Schleuse am ,,Nadelöhr“ bei Scharnebeck. Das Vorhaben der ,,Allianz für den Elbe-Seitenkanal“ beizutreten, erinnerte Stoll aber an einen eigenen Antrag aus dem Herbst 2012, der damals abgelehnt wurde.

Einig waren sich alle Ratsmitglieder über eine andere Mitgliedschaft des Landkreises einstimmig beschlossen sie den Beitritt zur ,,Hochwasserpartnerschaft Elbe“.

Der gehören unter anderem bereits die Gemeinde Amt Neuhaus, die Städte Bleckede, Boizenburg und Lauenburg, die Samtgemeinden Scharnebeck und Elbtalaue, aber auch die sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt Magdeburg, die zurzeit den Vorsitz innehat, an. Der Landkreis Lüneburg soll der erste Kreis sein, der dem Bündnis beitritt.

Die Partnerschaft über mehrere Bundesländergrenzen hinweg dient vor allem den Informationsaustausch und der gegenseitigen Unterstützung, will aber auch ein kräftiges Sprachrohr kommunaler Interessen auf höherer Ebene sein.

Für die Fraktion CDU/Bündnis 21-RRP begrüßte Norbert Thiemann, gleichzeitig Geschäftsführer im Artlenburger Deichverband, den Beitritt: ,,Das ist eine gute Entscheidung, der wir mit ruhigem Herzen zustimmen.“ Thiemann: ,,Hochwasser machen nicht an Ländergrenzen halt, wenn das Wasser rollt, dann rollt es von Land zu Land.“