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Auch in diesem Jahr wird wieder ein Hubschrauber zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Landkreis Lüneburg aufsteigen. Die Termine stehen aber noch nicht fest.
Auch in diesem Jahr wird wieder ein Hubschrauber zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Landkreis Lüneburg aufsteigen. Die Termine stehen aber noch nicht fest.

Sprühattacke gegen Schädling

lk Lüneburg. Seit Jahren schon breitet sich der Eichenprozessionsspinner auch im Landkreis Lüneburg immer weiter aus. Deshalb hatte der Kreistag 2012 beschlossen, in einer konzertierten Aktion gegen den Schädling vorzugehen, der beim Menschen lebensgefährliche Gesundheitsschäden verursachen kann. Die Aktionen zu Boden und aus der Luft im Mai und Juni des vergangenen Jahres waren erfolgreich. Aus diesem Grund wird die Bekämpfung in diesem Jahr wiederholt.

Die Aktionen vom Boden aus organisieren die Städte, Einheits- und Samtgemeinden. Eine Sprühaktion mit dem Hubschrauber, der voraussichtlich an zwei Tagen unterwegs sein wird, koordiniert wieder der Landkreis Lüneburg unter der Leitung des Ersten Kreisrats Jürgen Krumböhmer.

Der Landkreis wird die Aktion und damit verbundene Straßensperrungen rechtzeitig ankündigen. Wann es genau losgeht, steht derzeit noch nicht fest. „Das hängt von der Entwicklung der Larven des Eichenprozessionsspinners ab, die sich nach Witterung und Wuchs des Eichenlaubs richtet“, erklärt Krumböhmer. Denn das Insektizid Dimilin wirkt nur in einem bestimmten Entwicklungsstadium der Larven. Es verhindert, dass die Tiere die gefährlichen Brennhaare ausbilden.

Wie im vergangenen Jahr werden ausschließlich Bäume behandelt, die dort stehen, wo Menschen dem Eichenprozessionsspinner und seinen giftigen Brennhaaren nur schwer ausweichen können also an Geh- und Radwegen, Bushaltestellen, Kinderspielplätzen, Senioreneinrichtungen, Schulen und Kitas.

Die Bekämpfungsaktion ist grundsätzlich für öffentliche Fläche geplant. Wer auf seinem Privatgrundstück befallene Bäume entdeckt, kann sich an das zuständige Ordnungsamt wenden. Geht die Meldung rechtzeitig ein, wird der Befall mit abgearbeitet. Die Kosten trägt der Grundbesitzer. Wegen der Gefahr für die eigene Gesundheit sollte niemand versuchen, Nester des Eichenprozessionsspinners oder einzelne Tiere selbst zu entfernen. Der Kontakt mit den Brennhaaren führt zu akuten Symptomen an Haut, Augen und Atemwegen bis hin zum allergischen Schock.

Dem Lüneburger Gesundheitsamt wurden nach der ersten Bekämpfungsaktion erheblich weniger Krankheitsfälle im Zusammenhang mit dem Eichenprozessionsspinner gemeldet als noch 2012. Weitere Infos: www.lueneburg.de/eichenprozessionsspinner.