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Vor allem im Berufsverkehr drängen sich metronom-Kunden im Hamburger Hauptbahnhof in die Züge.
Vor allem im Berufsverkehr drängen sich metronom-Kunden im Hamburger Hauptbahnhof in die Züge.

Sardinen-Symbol kennzeichnet volle Züge

lz Lüneburg. Mehr als 40000 Fahrgäste fahren täglich mit den metronom-Zügen von oder nach Hamburg, darunter auch viele Lüneburger, die diese Verbindung nutzen. Da wird es in manchen Zügen auch mal eng, vor allem in denen, in denen die Pendler zur Arbeit und zurück rollen. Die Fragen der Fahrgäste dazu sind immer ähnlich: „Warum hängt ihr nicht einfach einen Wagen dran?“ oder „Fahrt doch einfach öfter.“ Auch die Antwort von metronom ist immer ähnlich: „Würden wir sehr gerne beides. Können wir aber leider nicht.“ Denn ein zusätzlicher Wagen würde zwar 150 Fahrgästen mehr Platz bieten, also pro Tag mehr als 6000 zusätzliche Plätze.Doch mit einem oder zwei zusätzlichen Wagen könnte der metronom nicht mehr am Bahnsteig in Hamburg halten, die zusätzlichen Wagen würden „überhängen“.

Der Grund dafür ist, dass sich bereits jetzt zwei Züge einen Bahnsteig teilen die Kapazitäten sind einfach ausgereizt. Auch zusätzliche Züge sind kaum möglich: die Zufahrtsgleise auf den Hamburger Hauptbahnhof sind bereits jetzt so stark frequentiert, dass es kaum noch „Lücken“ für zusätzliche Züge gibt.

Um die Situation für die Pendler kurzfristig zu lindern, bittet metronom seine Fahrgäste um Mithilfe: Typisch norddeutsch stellt sich die Frage „Hecht oder Sardine?“. Denn zwischen Stehen und Sitzen liegen oftmals nur wenige Minuten. Metronom kennzeichnet daher die besonders vollen Züge schon im Fahrplanheft mit einem Sardinen-Symbol. So wissen die Fahrgäste, was sie erwartet. Und können falls möglich einen Zug früher oder später fahren. „Es sind nur einzelne Züge, die sehr voll sind. Kurz vorher oder kurz danach fahren Züge, in denen es ausreichend freie Sitzplätze gibt“, erklärt Jan Görnemann, technischer Geschäftsführer des metronom. Warum genau einzelne Züge besonders voll sind, andere dagegen noch viel Platz haben, weiß man bei metronom auch nicht genau. Pendler haben wohl starke Gewohnheiten. Dazu gehören offensichtlich auch Abfahrtszeiten für Züge.

Wer sich genau informieren möchte, welche Alternativen es zu einem „Sardinenzug“ gibt, findet ab sofort Extra-Flyer in den Zügen des metronom. Hier sind für jede Strecke die Fahrzeiten der besonders vollen und kurz vorher oder nachher fahrenden leeren Züge abgebildet.

An der Situation im Hamburger Hauptbahnhof soll sich langfristig etwas ändern. Über die Lösung durch eine Erweiterung des Bahnhofs wird bereits diskutiert. Auch viele andere Ideen sind in der Diskussion zwischen der Deutschen Bahn als Eigentümer und der Hansestadt Hamburg.

5 Kommentare

  1. ..“Warum genau einzelne Züge besonders voll sind, andere dagegen noch viel Platz haben, weiß man bei metronom auch nicht genau. Pendler haben wohl starke Gewohnheiten. Dazu gehören offensichtlich auch Abfahrtszeiten für Züge.“…
    Pendler haben nunmal auch feste Arbeitszeiten oder andere Restriktionen wie Kinder die in die Schule müssen. 7:28 ab Lüneburg ist der klassische Sardinenzug. Alternative ist eine halbe Stunde eher fahren oder eine ganze Stunde später. Das passt für viele einfach nicht in den Tagesablauf. Die Möglichkeit den „Bummelzug“ ab LG zu nehmen ist leider keine Alternative. Als Pendler ist Zeit das knappste Gut, dann doch lieber Sardine. Vielleicht sollte der Metronom in den regelmäßigen Kundenbefragungen im Zug auch mal die Frage aufnehmen, ob man einen alternativen Zug wählen könnte und was dafür/dagegen spricht.

    • Dem kann ich mich nur anschließen – der 07:28 z.B. ist meines Erachtens tatsächlich mangels Alternativen so voll! Wenn es einen ME um kurz vor 08:00 gäbe, der um 08:30 am HbF HH wäre, würde ich den liebend gerne nehmen… Aber eine volle Stunde später ist dann schon „zu“ spät. Die Fahrzeiten haben überhaupt nichts mit „Gewohnheiten“ zu tun, sondern mit Rahmenbedingungen des eigenen Alltags.

      • Warum es um 8:00 Uhr keinen Zug gibt, damit man um 9:00 Uhr im Büro sein kann habe ich nie verstanden. Seit es keine Sitzplatzreservierung mehr gibt ist die Situation aber entspannter, finde ich.

  2. Ich nutze die Bezeichnung ,,Viehtransporter“.

    Und ein zusätzlicher Wagen wird wohl kaum benötigt,
    weil die meisten Fahrgästen in Winsen/Luhe zu- oder
    aussteigen.

  3. Jürgen Hempel Lüneburg

    ….wer sich als Vieh bezeichnet muss aufpassen, dass er nicht geschlachtet wird !