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Der Bund will seine Flächen auf dem Areal der Theodor-Körner-Kaserne freigeben. Wie die weitere Nutzung aussehen soll, diskutiert der Rat in seiner morgigen Sitzung ab 17 Uhr im Huldigungssaal des Rathauses.
Der Bund will seine Flächen auf dem Areal der Theodor-Körner-Kaserne freigeben. Wie die weitere Nutzung aussehen soll, diskutiert der Rat in seiner morgigen Sitzung ab 17 Uhr im Huldigungssaal des Rathauses.

Die Chance für einen neuen Stadtteil

us Lüneburg. Lange schon wartet die Stadt darauf, Restflächen der Schlieffen-Kaserne für den Wohnungsbau sowie Teilflächen der Theodor-Körner-Kaserne für weitere Gewerbeansiedlungen und sportliche Zwecke in der Hansestadt nutzen zu können. Inzwischen ist Bewegung in das Thema gekommen und die Chancen, früher an die geplanten Flächen zu kommen, sind offenbar gestiegen.

Nach Informationen aus dem Bundesverteidigungsministerium soll es noch in diesem Jahr Überprüfungen geben, ob die im Zuge der Bundeswehrreform erst 2018 vorgesehene Freigabe von Flächen im Bereich der Theodor-Körner-Kaserne schon früher erfolgen kann. Anfang März teilte das Bundesinnenministerium mit, dass die Bundespolizei den Standort Schlieffen-Kaserne freigebe und die Restflächen damit frei würden.

Die rot-grüne Mehrheitsgruppe im Stadtrat möchte nun wissen, wie es mit den frei werdenden Flächen weitergeht und bringt eine entsprechende Anfrage zur Ratssitzung am morgigen Donnerstag, 27. März, ein.

„Wir sehen durch die erreichte Freigabe der Flächen eine große Chance zur Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Hansestadt Lüneburg“, sind sich die Fraktionschefs von SPD und Grünen, Heiko Dörbaum und Andreas Meihsies, einig.

Beide möchten nun von der Verwaltung wissen, wie die weiteren Schritte aussehen, um die Flächen wie geplant nutzen zu können. Konkret fragen sie, wann die Flächen der Theodor-Körner-Kaserne frei werden, ob bereits mit ersten Planungsschritten für die Nutzung der Flächen für Sport und Gewerbeansiedlung begonnen werden kann und welche weiteren Gespräche für den Fortgang der angestrebten Entwicklung vorgesehen sind.

Auch zu den Flächen der Schlieffen-Kaserne bitten die Fraktionsvorsitzenden Heiko Dörbaum und Andreas Meihsies um Auskunft. Sie möchten wissen, ob die Stadt bereits Gespräche mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vereinbart hat, die nach der Freigabe der Flächen durch das Bundesinnenministerium die zuständige Behörde für die Veräußerung bundeseigener Flächen ist.

Des Weiteren fragen die beiden Ratsmitglieder, ob bereits Vorbereitungen für den städtebaulichen Wettbewerb getroffen worden sind, der im Rahmen der B-Plan-Aufstellung durchgeführt werden soll. Ein entsprechender Antrag der Gruppe vom 31. Oktober war Ende 2013 in den Bauausschuss verwiesen worden. Die Mitglieder des Ausschusses waren um eine Beschlussempfehlung bis Februar 2014 gebeten worden.