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Gerade mal drei Zentimeter groß ist die Spinne, die am Sonnabend in einem Lüneburger Supermarkt aus einem Bananenkarton kletterte. Klein, aber womöglich hochgiftig. Ein erster Sachverständiger identifizierte sie als Bananenspinne.  Jetzt sitzt die Spinne in einem dreifach gesicherten Terrarium der Wildtierstation im Kreis Pinneberg, die Uni Hamburg überprüft die Artenbestimmung noch einmal.
Gerade mal drei Zentimeter groß ist die Spinne, die am Sonnabend in einem Lüneburger Supermarkt aus einem Bananenkarton kletterte. Klein, aber womöglich hochgiftig. Ein erster Sachverständiger identifizierte sie als Bananenspinne. Jetzt sitzt die Spinne in einem dreifach gesicherten Terrarium der Wildtierstation im Kreis Pinneberg, die Uni Hamburg überprüft die Artenbestimmung noch einmal.

Dreifach gesichert

off Lüneburg. Die Supermarktmitarbeiter sind mit dem Schrecken davon gekommen, für die exotische Giftspinne geht die Reise weiter. Nachdem das drei Zentimeter große und hochgiftige Tier am Sonnabend in einem Supermarktlager aus einem Bananenkarton krabbelte, brachte die Polizei die Bananenspinne nach ihrer Identifizierung ins Lüneburger Tierheim (LZ berichtete). Der richtige Ort für Haustiere, nicht aber für hochgiftige Spinnen, befand Tierheimleiterin Selina Martens. Noch am Sonnabend rief sie Christian Erdmann vom Wildtier- und Artenschutzzentrum im Kreis Pinneberg an  und hatte Glück. Erdmann war gerade bei einer Hochzeit im Lüneburger Heine-Haus. Auf dem Rückweg holte er die Bananenspinne im Tierheim ab, nahm sie mit in seine Station und taufte sie auf den Namen Tekla.

In einem dreifach gesicherten und verschlossenen Terrarium sitzt die Spinne vorerst in einem abgeschlossenen Raum der Wildtierhilfe. „Um sicher zu gehen, dass es sich wirklich um eine Bananenspinne handelt, lassen wir die Uni Hamburg noch einmal eine Artenbestimmung durchführen“, sagt Erdmann. Die Spinne ist versorgt mit Wasser und Mehlwürmern, „den ersten hat sie auch schon gefressen“. Sollte sie tatsächlich aus Südamerika nach Deutschland gereist sein, „muss sie ziemlich ausgehungert sein“.

Noch ist Christian Erdmann nicht zu 100 Prozent überzeugt, dass es sich bei Tekla tatsächlich um eine Bananenspinne handelt. Falls doch, wird er das Veterinäramt informieren. „Die müssen dann entscheiden, wie es weiter geht.“ Bananenspinnen gelten als sehr aggressiv, ein Biss von ihnen kann tödlich enden. Auf Dauer kann sie deshalb auch im Wildtier- und Artenschutzzentrum von Christian Erdmann nicht bleiben, eine neue Heimat könnte sich in Hannover ergeben. „Ich habe gehört, dass das Landesmuseum Interesse an der Spinne hat“, sagt Erdmann. Dort könnte die Reise für Tekla enden  als lebendiges Ausstellungsstück.