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Quartett liebt teure Reifen

rast Lüneburg. 8. April 2013: Auf dem Gelände des ADAC Sicherheitszentrums in Embsen wird ein Porsche Boxter aufgebockt, damit die hochwertigen Räder problemlos abmontiert werden können. Genau ein Jahr später startete vor der 4. Großen Strafkammer am Landgericht gestern der Prozess gegen vier Männer im Alter von 23 bis 25 Jahren. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Bandendiebstahl vor, die Tat in Embsen soll Auftakt einer Serie von Straftaten gewesen sein, bei denen die Angeklagten eine Vorliebe für teure Reifen zeigten, einen Schaden von insgesamt 230000 Euro anrichteten. Zum Auftakt schwiegen sie, es wurde lediglich die Anklage verlesen.

Verantworten müssen sich drei arbeitslose Lüneburger, zwei davon sind Brüder, und ein Möbeltischler aus dem Landkreis. Sie sollen in wechselnder Besetzung zehn Taten begangen haben, dem 24-Jährigen aus dem Kreis werden zudem Taten vorgeworfen, die er ohne das Trio auf eigene Faust begangen haben soll. Der Oberstaatsanwalt geht davon aus, dass sich das Quartett ,,im bewussten und gewollten Zusammentun“ dazu entschlossen hatte, hochwertige Räder zu stehlen, sie an Reifenhändler zu verkaufen und so den Lebensunterhalt zu finanzieren. In einigen Fällen hätten die Täter Transporter angemietet, um ihre Beute wegzuschaffen.

Einer der größten Coups gelang den Dieben in Lüneburg, aus der Lagerhalle eines Autohauses stahlen die Angeklagten laut Oberstaatsanwalt 32 Reifensätze im Wert von rund 80000 Euro. Weitere Tatorte lagen in Jesteburg und Bad Bevensen, wo ein Autohaus gleich zwei Mal innerhalb von zehn Tagen heimgesucht wurde.

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