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Überglückliche Patienten - wie hier bei der symbolischen Aktion beim Sülfmeisterfestumzug - gibt es im Lüneburger Klinikum laut Untersuchung weniger häufig als in Winsen und Buchholz.
Überglückliche Patienten - wie hier bei der symbolischen Aktion beim Sülfmeisterfestumzug - gibt es im Lüneburger Klinikum laut Untersuchung weniger häufig als in Winsen und Buchholz.

Winsen hängt Lüneburg ab

as Lüneburg/Hannover. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat ihre Versicherten zur Zufriedenheit mit ihrer Krankenhausbehandlung befragt. Im Rahmen der Auswertung sind 27 von insgesamt 93 Kliniken in Niedersachsen von den Patienten im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich gut bewertet worden, darunter die Krankenhäuser Winsen/Luhe und Buchholz.

Die allgemeine Patientenzufriedenheit liegt in Buchholz bei 81,7 Prozent, im Krankenhaus Winsen bei 82,2 Prozent. Im Bundesdurchschnitt erreichten die Krankenhäuser bei der allgemeinen Zufriedenheit nur 79,1 Prozent. Leicht unter dem Bundesdurchschnitt liegt laut TK das Klinikum Lüneburg mit 75,9 Prozent. Die Ergebnisse der Befragung sind in den neuen TK-Klinikführer eingeflossen, der unter www.tk.de/klinik-fuehrer im Internet abrufbar ist.

Bundesweit waren rund 398000 Fragebögen verschickt worden, in Niedersachsen waren es 37000. Rund 230700 Patienten, also 59,2 Prozent, antworteten. Laut der Krankenversicherung wurden 777 TK-Patienten angeschrieben, die im Lüneburger Klinikum behandelt worden waren. 418 Patienten haben geantwortet. Allerdings wurden 2013 im Lüneburger Krankenhaus insgesamt 27464 Patienten stationär behandelt. Bei der Evaluation wurden fünf Bereiche abgefragt: Allgemeine Zufriedenheit, Behandlungsergebnis, Information und Kommunikation, Medizinisch-pflegerische Versorgung sowie Organisation und Unterbringung. Nur die Krankenhäuser, die in allen fünf Kategorien überdurchschnittlich gut abgeschnitten haben, werden von der TK mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Für das Lüneburger Klinikum ergab die Auswertung zum Weiteren: Zufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis 77,5 Prozent (Bundesdurchschnitt 77,3 Prozent), Medizinisch-pflegerische Versorgung 73,6 Prozent (76,8 Prozent), Information und Kommunikation 74,9 Prozent (77,6 Prozent), Organisation und Unterbringung 67,2 Prozent (73,3 Prozent).

Zu dem ,,leicht unterdurchschnittlichen“ Abschneiden des Lüneburger Klinikums bei der TK-Umfrage sagt Dr. Michael Moormann, Geschäftsführer des Klinikums Lüneburg: „Das Klinikum Lüneburg wächst seit Jahren wie kaum ein anderes Krankenhaus in Niedersachsen. Jährlich steigende Patientenzahlen bestätigen uns in unserer Behandlungsqualität. Sie haben aber auch zu Kapazitätsproblemen geführt, und die vorhandenen räumlichen Voraussetzungen reichen einfach nicht mehr aus. Es ist nicht überraschend, dass sich das auch auf die Patientenzufriedenheit auswirkt. Auf die baulichen Unzulänglichkeiten reagieren wir in einem ersten Schritt durch den Erweiterungsbau, der uns neben verschiedenen Verbesserungen der medizinischen Versorgung vor allem auch Platz schaffen wird, um die Unterbringung der Patienten zu verbessern. Außerdem ermöglichen uns die durch den Erweiterungsbau entstehenden neuen Strukturen, vorhandene Schwächen in organisatorischen Abläufen zu beheben.“