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Eine Initiative möchte das Bahnhofsgebäude in Hitzacker erhalten und für Kulturprojekte nutzen.
Eine Initiative möchte das Bahnhofsgebäude in Hitzacker erhalten und für Kulturprojekte nutzen.

„Kubaner“ ersteigern Bahnhof Hitzacker

lz Hitzacker. Um 15.58 Uhr senkte sich im Berliner Auktionshaus Karhausen der Hammer: Höchstgebot 46000 Euro. Damit wechselte das Bahnhofsgebäude Hitzacker erstmals in seiner gut hundertvierzigjährigen Geschichte den Besitzer. Fassungsloses Glück bei der zehnköpfigen Bieterdelegation des Vereins Kulturbahnhof Hitzacker KuBa e.V. und großer Jubel bei den Vereinsmitgliedern und Unterstützern. Einige trafen sich noch am gleichen Abend, um das freudige Ereignis zu feiern. Zunächst in der Bahnhofshalle, anschließend in der „Elbvielharmonie“ wo den Berlin-Heimkehrern am späten Abend ein furioser Empfang bereitet wurde.

Ermöglicht wurde dieser Coup durch die spontane Spendenbereitschaft jener Menschen, die von dem angestrebten Kulturprojekt überzeugt sind und es zum Erfolg führen wollen. Neben diversen Zusagen für zinslose Darlehen konnte der erst am 16. März gegründete gemeinnützige Verein bereits Spendengelder über 23000 Euro einwerben. 3500 Euro brachten allein die „Kulturaktien“, die von Schülern der Freien Schule künstlerisch gestaltet wurden.

Bei aller Freude sind sich die Initiatoren durchaus bewusst, welcher Weg noch vor ihnen liegt. Denn der Bahnhof ist innen und außen dringend sanierungsbedürftig. Gleich nach der Schlüsselübergabe am 30. April soll denn auch mit den ersten Arbeiten begonnen werden. An erster Stelle der Dringlichkeitsliste steht das schadhafte Dach, um weitere Schäden durch Regenwasser abzuwenden, aber auch die Elektrik, die Heizung, die Fenster, und, und, und.

Die denkmalgeschützte Außenansicht des Bahnhofs soll dabei möglichst stilgerecht wieder hergestellt werden. Allerdings ist der Bestand vorhandener Zeichnungen und Dokumente recht lückenhaft. Der Verein bittet deshalb die Hitzackeraner nach alten Fotos zu suchen, die den Bahnhof noch in seinen „jungen Jahren“ dokumentieren. Infos an Ursula Pehlke: Tel.: 05862/985079.