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Elisabeth Scheffler gestaltet ein Osterei mit Batikfarben und Wachs. Basteltipps gab sie im Rahmen der Ausstellung Freude über Ostern in der Kirche des St. Nikolaihofs in Bardowick.
Elisabeth Scheffler gestaltet ein Osterei mit Batikfarben und Wachs. Basteltipps gab sie im Rahmen der Ausstellung Freude über Ostern in der Kirche des St. Nikolaihofs in Bardowick.

Tipps und Kniffe für bunte Ostereier +++ Mit LZPlay-Video

dth Bardowick. Eier zum Osterfest zu färben und kunstvoll zu gestalten, ist ein Brauch, der sich in vielen Ländern findet. Einen Eindruck davon gibt die Ausstellung „Freude über Ostern“ von Elisabeth Scheffler derzeit in der Kirche des St. Nikolaihofes in Bardowick. Interessierten zeigte sie jetzt an einem Nachmittag, wie man mit Wachs und Batikfarbe Ostereier nach sorbischem Vorbild gestaltet. Der LZ gab sie dabei Basteltipps zum Nachmachen.

Zur Vorbereitung braucht man neben den ausgepusteten Eierschalen:

  • große Gläser mit verschiedenen Batikfarben (im Bastelladen erhältlich),
  • Stecknadeln (mit Metall- oder Glaskopf),
  • einen Korken,
  • eine kleine Kerze,
  • weiße Wachsreste,
  • einen alten Esslöffel,
  • Küchentücher,
  • Essigessenz,
  • ein Glas mit Sand.
Mit etwas Muße lassen sich solche schönen Deko-Eier mit Wachs und Batikfarbe selber herstellen. Gestaltet sind die Eier mit Verzierungen nach sorbischem Vorbild. Fotos: dth
Mit etwas Muße lassen sich solche schönen Deko-Eier mit Wachs und Batikfarbe selber herstellen. Gestaltet sind die Eier mit Verzierungen nach sorbischem Vorbild. Fotos: dth

Das Sandglas ist als Halterung für den Löffel gedacht, der gebogen als kleiner Schmelztiegel über die brennende Kerze platziert wird. In den Löffel kommen kleine, möglichst weiße Wachsreste zum Schmelzen. Die zu färbenden Eierschalen werden mit Tuch und Essigessenz gereinigt. Die Köpfe der einzelnen Stecknadeln werden quasi als Pinsel eingesetzt, um das Wachs aufzutragen. Um die Nadeln besser in der Hand führen zu können, werden sie auf einen Korken gesteckt.

Elisabeth Scheffler erklärt: „Nachdem die Hühnereier gereinigt wurden, müssen sie absolut trocken sein, bevor man beginnt. Die Stecknadelköpfe werden dann in das heiße Wachs getaucht. Damit macht man dann einen Punkt auf das Ei und zieht von dort einen Strich zur Mitte hin.“ Und das rundherum, sodass ein Sonnenmuster entsteht. Wenn das Wachs trocken ist, wird das Ei zum ersten Mal in kalte Batikfarbe getaucht. Alles, was vom Wachs abgedeckt ist, bleibt später weiß.

Im nächsten Schritt wird das Ei mit einem Tuch vorsichtig getrocknet. „Und dann kann ich die Prozedur wieder machen, mit dem Wachs weitere Muster hinzufügen und das Ei dann in die nächst dunklere Farbe geben.“ Etwa in der Reihenfolge Gelb, Orange und Rot. Wer aber etwa mit Gelb beginnt und im zweiten Schritt blaue Farbe verwendet, erhält schließlich ein grünes Ei mit gelben und weißen Mustern.

Ganz zum Schluss werden die Wachsmuster an der Kerze abgeschmolzen und mit einem Tuch abgewischt. Dabei sollte das Ei nicht über die Kerzenflamme gehalten werden, um Rußspuren zu vermeiden.

Zum Aufhängen der Ostereier benutzt man entweder Faden und ein Stück Streichholz oder beispielsweise anstelle des Streichholzes zwei Holzperlen, die oben und unten am Ei befestigt werden.