Dienstag , 27. September 2016
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Britta und Svenja Wolf aus Deutsch Evern gehen gerne zum Osterfeuer nach Heiligenthal, um dort gemeinsam mit ihren Freundinnen zu feiern.
Britta und Svenja Wolf aus Deutsch Evern gehen gerne zum Osterfeuer nach Heiligenthal, um dort gemeinsam mit ihren Freundinnen zu feiern.

Feuer ziehen Gäste magisch an

kre Heiligenthal. Osterfeuer gibt es viele im Landkreis Lüneburg aber nirgendwo brennt es so schön wie in Heiligenthal: Das jedenfalls finden Britta und Svenja Wolf. Die beiden Deutsch Evernerinnen gehörten zu den vielen Hundert Besuchern, die sich von der Atmosphäre des Heiligenthaler Osterfeuers magisch angezogen fühlten. ,,Wir kommen gerne hierher, um gemeinsam mit unseren Freundinnen zu feiern“, berichteten die beiden.

Osterfeuer haben Tradition in Heiligenthal: ,,Das erste Feuer brannte 1973″, sagte Ortsbrandmeister Hauke Sönnichsen zögerlich, um sich dann zu korrigieren: ,,Stimmt gar nicht, 1971 gabs bereits das erste Osterfeuer in Heiligenthal.“

Doch ob die ersten Flammen nun ein oder zwei Jahre früher oder später loderten den meisten Besuchern des heißen Events an der Kreisstraße zwischen Kirchgellersen und Heiligenthal dürfte das wohl einerlei gewesen sein. Hauptsache, Stimmung und Wetter stimmten. Und da landeten die Organisatioren in diesem Jahr einen Volltreffer. Am Karfreitag schüttete es zwar noch wie aus Eimern, dafür aber zeigte sich der Sonnabend von seiner schönsten Seite, Sonnenschein und milde Temperaturen besser gings nun wirklich nicht.

Landwirt Werner Schindler hatte zudem noch am Sonnabendmorgen in Heiligenthal die Parkplatz- und die Osterfeuerwiesen gemäht kostenloser Service für die vielen Besucher, die so problemlos ihre Autos abstellen konnten. Und damit dem Brauchtum Osterfeuer keine Igel, Bodenbrüter und andere Kleintiere zum Opfer fallen, wurde der Holzhaufen erst Stunden vor dem Anzünden aufgesetzt. Dass der im Laufe der Jahre an Größe verloren hat, ist nach den Worten von Hauke Sönnichsen ,,zum einen aus Sicherheitsgründen so gewollt“, zum anderen aber auch der Wiederkehr der Holz- und Kaminöfen geschuldet: ,,Es werden mittlerweile deutlich weniger dicke Stämme und Äste aus den heimischen Gärten für das Osterfeuer abgegeben“, beobachtet der Heiligenthaler Ortsbrandnmeister das verheizen die Leute jetzt lieber selbst in ihren Kaminen.“ Den meisten Besuchern dürfte das freilich kaum aufgefallen sein. Bis tief in die Nacht standen sie um das gigantische Lagerfeuer herum, unterhielten sich, feierten und freuten sich bereits auf das nächste Osterfeuer 2015.