Mittwoch , 28. September 2016
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Höhepunkt des zweiten Kurs-Elbe-Tags in Lauenburg: Der große Schiffskorso gestern Nachmittag auf der Elbe bei traumhaftem Wetter vor der Altstadtkulisse.
Höhepunkt des zweiten Kurs-Elbe-Tags in Lauenburg: Der große Schiffskorso gestern Nachmittag auf der Elbe bei traumhaftem Wetter vor der Altstadtkulisse.

Kapitäne wecken Ausflugslust

tja Lauenburg/Hohnstorf. Was für ein Fest! Zum zweiten Mal begeisterten die Gemeinde Hohnstorf und die Stadt Lauenburg die Menschen als Gastgeber für den Kurs-Elbe-Tag der Metropolregion Hamburg. „So macht das Spaß, ich denke, Lauenburg hat sich von seiner besten Seite gezeigt und wird viele Menschen noch einmal als Gäste in die Stadt locken“, bilanzierte Lauenburgs Tourismusmanagerin Ulrike Sindermann. Vermutlich waren mehr als 10000 Menschen unterwegs.

Der Raddampfer „Kaiser Wilhelm“, der Dampfeisbrecher „Elbe“, Geesthachts Salonschiff „Aurora“ und weitere Fahrgastschiffe starteten von den Anlegern an der Elbuferpromenade sowie am Lösch- und Ladeplatz und am Hohnstorfer Elbufer zu Rundfahrten. „Wir fahren zum Selbstkostenpreis, sind aber überzeugt, dass wir uns hier eine neue Zielgruppe erschließen können. Es gibt so vielseitige Möglichkeiten, in der Region die Landschaft von Bord eines Ausflugsschiffes aus genießen zu können“, sagte Karl-Heinz Randel, der Kapitän der „Aurora“.

Von 15.15 bis 15.50 Uhr formierten sich die Schiffe und zahlreiche weitere Boote zum Korso, vor der Altstadt ließen sie dann Hunderte bunte Luftballons in den Himmel steigen. Da hatte das Programm an Land seinen Höhepunkt längst erreicht. Die Gastronomen meldeten Rekordumsätze, die Angebote auf den Plätzen in der Altstadt wurden bestaunt. Wie die Arbeit von Roland Lorenzen. Er ist eigentlich Schiffbauingenieur, hält aber die Tradition des Seilerhandwerks aufrecht. Aus feinen Litzen fertigte er Seile.

„Wir haben Gäste aus nah und fern in der Stadt, ein tolles Gefühl. Jetzt können wir in die neue Saison starten“, freute sich Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede. Er habe Gänsehaut gehabt, so Thiede, als er am Sonnabend den Signalpfiff des „Kaiser Wilhelm“ gehört hatte. Das Zeichen für eine geglückte Probefahrt nach viermonatiger Reparaturpause.

Auch Günter Schmidt, der Geschäftsführer der Herzogtum Lauenburg Marketing- und Servicegesellschaft war zufrieden. „Dieser Tag macht Lust auf Schiffstouren, davon profitiert dann eine große Branche in der Region“, sagte der Experte.