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Zum Teil dick eingepackt in Schal und Mütze starteten gestern rund 60 Männer, Frauen, Kinder  und sogar Hunde  zum ZeitlosLauf am Timeloberg bei Wendisch Evern. Foto: t&w
Zum Teil dick eingepackt in Schal und Mütze starteten gestern rund 60 Männer, Frauen, Kinder  und sogar Hunde  zum ZeitlosLauf am Timeloberg bei Wendisch Evern. Foto: t&w

Sport für den Frieden

emi Wendisch Evern. Rund 60 Hobbysportler, Läufer und Walker und damit „nicht so viele wie sonst“ zählte Prof. Dr. Markus Quante gestern beim „ZeitlosLauf“. Bereits zum neunten Mal hatte der Klima-Experte das Ereignis am Timeloberg bei Wendisch Evern mit Mitstreitern organisiert. Enttäuscht war Quante ob der recht geringen Teilnahme aber nicht: „Es war extrem kühl und windig, außerdem sind einige beim Marathon in Hamburg“, resümierte er. „Wir freuen uns, dass überhaupt so viele gekommen sind.“ Schließlich soll der Lauf auch auf ein zeithistorisch bedeutendes Ereignis aufmerksam machen.

Der Name „Zeitlos“ wurde aus zwei Gründen gewählt. Erstens: Es gibt keine offizielle Zeitnahme ­ im sportlichen Mittelpunkt steht einfach die gemeinsame Bewegung. Zweitens sind Ort und Datum der Veranstaltung mit einer zeitlosen Besonderheit verbunden. Der Timelogedenkstein erinnert an die Kapitulation der deutschen Truppen gegenüber der Britischen Armee am 4. Mai 1945 ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Beendigung des zweiten Weltkriegs und zum demokratischen Neuanfang.

Der Timeloberg mit seinem weiten Blick über das umgebende Land eignet sich besonders gut, die jetzt Lebenden darauf hinzuweisen, dass der Frieden nur erhalten bleiben kann, wenn sich jeder aktiv dafür einsetzt. Die Inschrift auf dem Gedenkstein drückt den Wunsch aller Menschen aus: „Nie wieder Krieg“.

Bereits um 10 Uhr hatten sich die Hobbysportler gestern dort getroffen. Um 10.30 Uhr fiel der Startschuss für drei unterschiedlich lange Strecken: Die 3-Kilometer-Strecke ist für Kinder gedacht und wird besonders abgesichert. Die 6-Kilometer-Strecke für Walker und Läufer und die 10-Kilometer-Strecke für Läufer führen über Waldwege und durch den Ort. Gemeinsames Ziel war nach dem Sport dann wieder der Timeloberg, wo heiße Suppe auf die Teilnehmer wartete.

Gekoppelt an den Lauf ist ein Vortrag der Soziologin Dr. Anita Engels aus Hamburg am Donnerstag, 6. November. Ab 19.30 Uhr spricht sie zum Thema „Energie-Konflikte“ mit Problemen rund um Vermaisung, Fracking und Windkraft.

Im nächsten Jahr steht dann das zehnjährige Jubiläum der Veranstaltung mit vielen Sonderaktionen an. Zusätzlich zum Lauf soll es laut Markus Quante unter anderem kleine Ausstellungen und Vorträge geben. „Der Plan dazu wird jetzt erarbeitet“, berichtet der Organisator, der auch in diesem Jahr vom Rat der Gemeinde Wendisch Evern und vielen Partnern unterstützt wurde. Der Rat hat die Schirmherrschaft übernommen.