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Neues Magazin zur Nachhaltigkeit erscheint

jj Lüneburg. Reparieren statt wegwerfen? Was ist ein Repair-Café? Teilen und tauschen statt Besitz als Maß der Dinge? Was kommt nach dem Öl? Wie viel Müll produzieren wir eigentlich in Stadt und Landkreis Lüneburg? Und warum sind Streuobstwiesen mehr als nur eine Augenweide. Alles Fragen, die im Kern um dasselbe Thema kreisen: Nachhaltigkeit. Dass die Inhalte bei weitem nicht so sperrig sind wie das Wort, will das neue Magazin ,,Was zählt.“ zeigen, dass Sie dieses Wochenende in der Landeszeitung finden, und das nächste Woche auch an einigen Stellen in Stadt und Kreis ausliegt.

,,Was zählt.“ wird von der Landeszeitung gemeinsam mit der Univesität produziert. Für die Leuphana ist Prof. Dr. Gerd Michelsen verantwortlich. Er ist Mitglied im UNESCO Chair Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung. Für die LZ steht der geschäftsführende Redakteur Hans-Herbert Jenckel zur Seite.

Interview mit Prof. Dr. Gerd Michelsen

Nachhaltigkeit ist ein weites Feld, bei den meisten erzeugt der Begriff allerdings nur diffuse Bilder im Kopf. Was bedeutet er im Kern – bildlich ausgedrückt?

Michelsen: Zufriedene Gesichter möglichst überall – weil ein gutes und faires Leben aufgrund nachhaltiger Entwicklung überall möglich ist: weltweit, für uns, unsere Kinder und Kindeskinder. Ich könnte auch das Bild beschreiben, auf dem Kinderhände die Erdkugel tragen.

Wo kann ich überall nachhaltig handeln?

Michelsen: Praktisch überall: zu Hause, beim Einkaufen, beim Essen, bei der Arbeit, auf dem Weg dorthin, bei der Wahl des Ferienortes…. Auto, Verkehrsmittel oder Fahrrad, ein weiterer Tag mit fleischlosem Essen, Plastikbeutel oder Stofftasche, mit dem Flugzeug in den Urlaub oder auch mal Ferien im eigenen Land. Es gibt viele kleine Schritte, die in der Summe aber durchaus wirksam sind.

Was versprechen Sie sich vom Magazin?

Michelsen: Das Magazin möchte den Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region Lüneburg unterstützen. Es möchte zukunftsweisende Ideen verbreiten und die Bürgerinnen und Bürger zur Mitgestaltung anregen. Ich persönlich verbinde damit die Hoffnung, dass unser Modellprojekt, das ja aus meiner Sicht eine gelungene Kooperation zwischen der Leuphana und der Landeszeitung ist, in anderen Regionen Nachahmer findet.