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Artlenburg: Ruderer kentern auf Elbe – Vor Ertrinken gerettet

ca Artlenburg. Großer Feuerwehreinsatz am Sonnabend gegen 17 Uhr auf der Elbe: Vier Ruderer aus Uelzen waren gekentert – Lebensgefahr!

Nach Auskunft von Gemeindebrandmeister Arne Westsphal waren die Männer mit ihrem Boot aus dem Kanal auf den Strom gepaddelt. Doch als sie dann auf der Elbe drehen wollten, kenterte ihr Boot in dem rauen Wasser und alle vier Ruderer gingen „baden“. Offenbar hatten sie nicht mit dem vom Wind aufgewühlten Wasser gerechnet, eine Welle kippte das Boot um. Augenzeugen riefen Hilfe.

Feuerwehren aus Artlenburg, Hohnstorf, Brietlingen und Bleckede sowie die Tauchergruppe aus Lüneburg und die DLRG preschten an die Elbe, um den Männern beizustehen. Die Helfer konnten die Besatzung an Land bringen. Aufatmen bei den 90 Feuerwehrleuten und 30 DLRG-Kräften: niemand ernsthaft verletzt. Die Teams von vier Rettungswagen und zwei Notärzte versorgten die Männer, anschließend kamen diese ins Klinikum nach Lüneburg. Der angeforderte Rettungshubschrauber konnte wieder abdrehen.

Das gekenterte Ruderboot wurde anschließend von den beiden Feuerwehrbooten nach Scharnebeck zum dortigen Ruderverein gebracht und dort aus dem Wasser geholt.

One comment

  1. 90 Feuerwehrleute aus fünf Feuerwehren, 30 Kräfte des DLRG (die meines Wissens auch Rettungstaucher hat), 4 Rettungswagen, 2 Notärzte und ein angeforderter Rettungshubschrauber. Einsatzgrund: 4 gekenterte Ruderer.

    Sicher bin ich ein Laie bei dieser Frage, aber ich frage mich dennoch, ob dieser Aufwand wirklich angemessen war. Es dürften doch erhebliche Kosten für diesen Einsatz angefallen sein. Wer trägt die eigentlich? Wird nicht vielleicht aus so einem Notfall gerne auch eine Art Notfallübung gemacht? Nach meinem Empfinden wäre höchstens die Hälfte der Einsatzkräfte ausreichend gewesen. Wichtig sind in so einem Notfall doch zunächst Boote und Rettungstaucher, sowie Rettungswagen und ein Notarzt, der dann über einen Einsatz eines Rettungshubschraubers entscheidet. Es gab keine extreme Wetterlage und Ruderer sind (sollten) auf so ein Ereignis vorbereitet und geschult sein.

    Zudem weiß eigentlich jeder (auch Nichtruderer), dass die Elbe gerade durch ihre Strömung und den Wellengang grundsätzlich tückisch ist und für derart kleiine Boote besonders. Ist es dann überhaupt erlaubt mit so einem Boot aus dem Kanal auf die Elbe zu fahren? Zumindest dürfte unüberlegter Leichtsinn eine Rolle bei diesem Unfall gespielt haben.