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Beim aktuellen Dorfgemeinschaftsprojekt packen alle mit an. Anke Loebel und Rolf Rickert aus dem Vereinsvorstand Unser Edendorf haben schon Pläne, wie sie sich die sanierungsbedürftige Basse-Scheune vorstellen. Foto: t&w
Beim aktuellen Dorfgemeinschaftsprojekt packen alle mit an. Anke Loebel und Rolf Rickert aus dem Vereinsvorstand Unser Edendorf haben schon Pläne, wie sie sich die sanierungsbedürftige Basse-Scheune vorstellen. Foto: t&w

Großer Einsatz für den Dorfplatz

emi Edendorf. Vor drei Jahren hat Edendorf schon einmal am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen, nun bewerben sich die Bewohner wieder. Denn seit 2011 hat sich einiges getan: Die Stein-Ruine „Edena“ des Künstlers Clemens Botho Goldbach ist fertiggestellt und derzeit gilt der volle Einsatz der Dorfgemeinschaft der alten Basse-Scheune auf dem Dorfplatz. Stein um Stein setzen die Mitglieder des Vereins „Unser Edendorf“ aufeinander, um das alte Gemäuer aus dem Jahr 1850 wieder in Schuss zu bringen. Die ausgebeulte Nordseite ist bereits repariert, doch es bleibt weiterhin viel zu tun. Schon Ende des Jahres soll die Scheune Platz für Ausstellungen, Lesungen und Konzerte bieten. Geht es nach den Edendorfern, könnte sogar der gesamte Dorfplatz ein Ort der Begegnung und Kultur werden.

Bei zwei Zukunftswerkstätten haben die Bürger Kritikpunkte aufgelistet und Wünsche geäußert, die in das Leitbild des Vereins einfließen sollen. „Bisher hatten wir kein solches Leitbild“, erklärt Rolf Rickert aus dem Vorstand. „Der Wettbewerb ist ein guter Aufhänger, um uns nochmal mit uns selbst zu beschäftigen.“

Negativ stuften die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt beispielsweise die langsame Internetverbindung und den fehlenden Fahrradweg nach Hönkenmühle ein. Zu den Wünschen gehörten dagegen eine Boule-Bahn und ein Grillplatz in der Nähe der Scheune Projekte, die „Unser Edendorf“ als nächstes in Angriff nehmen könnte „wenn sie realistisch umsetzbar sind“, schränkt Rickert ein.

Der gemeinnützige Verein „Unser Edendorf“ hat sich 2003 im Zuge der Aufnahme Edendorfs in das Dorferneuerungsprogramm gegründet. Heute gehört ihm mit mehr als 100 Mitgliedern fast jeder Haushalt des 330 Einwohner zählenden Ortes der Gemeinde Bienenbüttel an. „Darauf sind wir stolz“, sagt der 50-Jährige. Und seine Vorstandskollegin Anke Loebel fügt hinzu: „Seit Clemens Botho Goldbach ,Edena gebaut hat, sind die Menschen hier noch mehr zusammengerückt.“

Und so treffen sich die Edendorfer jedes Wochenende, um in Eigenleistung ihre alte Dorfscheune auf Vordermann zu bringen. Die Sanierung ist Kern des Projektes „Von Stein zu Stein Von der Dorfscheune zum Steingrab Edendorf“, das mit Leader-Mitteln in Höhe von 22000 Euro gefördert wird. 20000 Euro übernimmt die Gemeinde Bienenbüttel.

Zusätzliches Geld erwartet Rickert vom Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ nicht, doch sollen die Bürger noch einmal ermutigt werden, mit Eigen-Engagement ihre Lebensqualität zu verbessern. Dass die Edendorfer das können, haben sie schon jetzt bewiesen. Ob das auch die Kommission so sieht, wird sich voraussichtlich Anfang Juli zeigen.