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Blinder Mann stürzt auf Bahnstrecke

 Lüneburg. Wahrscheinlich verdankt ein sehbehinderter Mann einem jungen Mädchen aus Lüneburg sein Leben. Für Passanten in der Abenddämmerung nur schwer erkennbar, lag er auf einer Weiche. Der 50-Jährige war in Lüneburg am Mittwochabend vom Bahnübergang „Beim Holzberg“ abgekommen und 20 Meter weiter gestürzt. Hilflos blieb er auf der Bahnstrecke liegen.

   Glück im Unglück hatte er, weil ihn ein junges Mädchen bemerkte. Doch sie war nicht in der Lage, den Mann von den Gleisen zu ziehen. Sein Arm hatte sich in der Weiche verklemmt. In dem Moment kam eine Fußstreife der Bundespolizei vorbei, und das gerade noch rechtzeitig, weil sich die Schranken bereits schlossen.  Die Regionalbahn aus Lübeck nahte – hinter der Kurve hätte der Lokführer kaum noch bremsen können. Doch die Beamten hatten die Bahnstrecke im selben Moment gesperrt: Die Signale standen auf rot; so stoppten sie den Zug.

   Es stellte sich heraus, dass der Mann unterzuckert war, was die Orientierungsprobleme verursacht hat. Mit leichten Verletzungen kam er mit dem Schrecken davon. Die Bundespolizisten fuhren ihn heim.

One comment

  1. Eine solche Meldung berührt mich in zweierlei Hinsicht. Einerseits weil es ein tragisches Ende hätte nehmen können, und andererseits weil es doch noch Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft gibt. Und in diesem Fall kann man guten Gewissens auch mal sagen: „Die Polizei dein Freund und Helfer“. Somit ist es trotz der gefährlichen Situation eine gute Meldung.