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Torbjörn Bartels (l.) und Daniel Brügge. Foto: ca
Torbjörn Bartels (l.) und Daniel Brügge. Foto: ca

Stichwahl: Piraten für Mädge – Linke ohne Wahlempfehlung

lz Lüneburg. „Wir sind bei einigen Themen nah beieinander. Darauf wollen wir aufbauen.“ Das sagen die Lüneburger Piraten im Rat nach einem Gespräch zwischen SPD-Oberbürgermeisterkandidat Ulrich Mädge und den Mitgliedern der Ratsfraktion, Torbjörn Bartels und Daniel Brügge. Laut einer Pressemitteilung der Piraten sagten sie Mädge nach dem Treffen zu, ihn bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister am 15. Juni zu unterstützen.

„Wir haben herausgearbeitet, dass in Lüneburg besonders im Bereich Open Data noch Handlungsbedarf besteht“, sagt Torbjörn Bartels, Fraktionsvorsitzender der Piraten. Werde Ulrich Mädge wiedergewählt, solle der Aufbau einer öffentlichen Datenbank im Internet mit allen wichtigen Zahlen, Daten und Fakten rund um die Stadt stärker verfolgt werden. „Ich danke den Piraten für das offene und konstruktive Gespräch und ihre Unterstützung“, sagt Ulrich Mädge. Er sehe hier die Gelegenheit, die Hansestadt auch im Bereich e-Government weiter voranzubringen.

Die Linke wird ihren Sympathisanten und Wählern keine Empfehlung zur Stichwahl des Lüneburger Oberbürgermeisters geben. Darauf verständigte sich der Parteivorstand auf Basis eines Fragebogens, den die Kandidaten von CDU und SPD beantworteten. Michèl Pauly, der für die Linken im ersten Wahlgang als Kandidat ins Rennen ging, erklärt: „Für uns wäre eine Positionierung nur aufgrund inhaltlicher Übereinstimmungen infrage gekommen. Darum haben wir sieben Fragen zu unseren Kernanliegen an Eckhard Pols und Ulrich Mädge gestellt. Die Antworten rechtfertigen jedoch keine Wahlempfehlung für einen der beiden.“ Auf personelle Deals wolle sich die Linke nicht einlassen.“

Kreisvorsitzender Karlheinz Fahrenwaldt ergänzt: „Wir fordern eine Deckelung bei den Gehältern für die Geschäftsführer kommunaler Betriebe auf etwa 9000 Euro, also das Gehaltsniveau des Oberbürgermeisters. Während sich Pols bei der Frage schwammig auf das Leistungsprinzip beruft, rechtfertigt Mädge höhere Gehälter als marktüblich und wettbewerbsbedingt.“ Während Pols eine Rekommunalisierung der Strom-, Gas- und Wasserversorgung ergebnisoffen prüfen wolle, sehe Mädge nach Ablauf der Konzessionsverträge mit der Avacon ein „Regionalwerk“ mit kommunaler Mehrheit, verschweige aber, dass der Konzessionsvertrag noch zehn Jahre läuft.

One comment

  1. Der alte Mädge weiß doch garnicht was E-Goverment ist. Und das die Piraten jemanden unterstützen der die Stadt in den Ruin getrieben hat und nur an nsich und siene elitären Freunde denkt. zeigt deren verzweifelte Lage. Nach der nächsten Wahl sind die Piraten eh Geschichte, da ist es sowieso egal.