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Dirk Möller und Gesa Schütte, Leiterin des Fachbereichs Bau im Geschäftsbereich Lüneburg, haben ein großes Gebiet zu betreuen. Foto: pet
Dirk Möller und Gesa Schütte, Leiterin des Fachbereichs Bau im Geschäftsbereich Lüneburg, haben ein großes Gebiet zu betreuen. Foto: pet

40 Millionen Euro für bessere Straßen

pet Lüneburg. 466 Kilometer Bundesstraße hat der Geschäftsbereich Lüneburg in der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zu betreuen. Dazu kommen in den Landkreisen Lüneburg, Harburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg 619 Kilometer Landesstraßen, 550 Kilometer Radwege und 260 Brücken. Und nicht alle Streckenabschnitte befinden sich in gutem Zustand. In welchen Bereichen in diesem Jahr Straßen saniert werden, das hat jetzt Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereichs, vorgestellt.

,,Insgesamt sind das 35 Maßnahmen, die über längere Zeit Einfluss auf den Verkehr nehmen“, erklärte Möller, die in unterschiedlichem Maße den Verkehr behindern also. Dazu kommen zahlreiche kleinere Reparaturmaßnahmen an den mehr als 1000 Kilometern Streckennetz. Verbaut werden mit den gesamten Maßnahmen etwa 40 Millionen Euro, rund zehn Millionen Euro weniger als im vergangenen Jahr. Damals, so Möller, wären aber auch extrem große Maßnahmen wie die Ortsumgehungen Kirchweyhe und Dibbersen enthalten gewesen.

Zu den großen Maßnahmen in diesem Jahr zählt etwa die Ortsdurchfahrt Neu Wulmstorf im Zuge der extrem viel befahrenen Bundesstraße 73 nach Stade. Weiter mit Hochdruck gearbeitet wird an der Ortsdurchfahrt Tespe, wo insgesamt 3,1 Millionen Euro verbaut werden.

Insgesamt, so Dirk Möller, wird es künftig im Zuge von Straßenbaumaßnahmen zu mehr Vollsperrungen kommen. Grund sind neue Regelungen im Arbeitsschutzgesetz. Bisher seien Baumaßnahmen, wo möglich, in Kombination mit halbseitigen Sperrungen durchgeführt worden. Künftig ist das nur noch dort möglich, wo die gesamte Straßenbreite mindestens 8,70 Meter beträgt. Schätzungsweise 90 Prozent der bisherigen Teilsperrungen werden deshalb künftig als Vollsperrungen ausgewiesen werden müssen.

Mit dem Zustand der Bundesstraßen in der Region ist Geschäftsbereichsleiter Dirk Möller zufrieden. ,,Der ist relativ gut.“ In den zurückliegenden Jahren sei auch einiges investiert worden. Das sei angesichts der immer höher werdenden Verkehrsbelastung auch nötig. ,,Die Sanierungsintervalle werden kürzer.“ Einen Sanierungsstau sieht Möller allerdings an den Landesstraßen. ,,Dahin ist in den letzten Jahrzehnten zuwenig Geld geflossen.“

Einen Engpass für Kraftfahrer kündigte Möller gleich für das kommende Jahr an: Dann soll die Autobahn 39 zwischen Maschener Kreuz und Abfahrt Winsen-West (Richtung Lüneburg) grunderneuert werden drei Fahrspuren für beide Richtungen zusammen sollen offen bleiben. Im Jahr darauf soll die Gegenrichtung in Angriff genommen werden. Für das kommende Jahr in der Planung ist auch die Ortsdurchfahrt Bleckede, verbunden mit der Entschärfung der Kreuzung der Landesstraßen 219 und 221.

Die Maßnahmen für 2014 im Landkreis Lüneburg und den angrenzenden Bereichen im Einzelnen:

– Ortsdurchfahrt Tespe im Zuge der Landesstraße 217: Grunderneuerung mit Vollsperrung, Anliegerverkehr ist frei (bereits im Bau).

– Ortsdurchfahrt Salzhausen im Zuge der Landesstraße 234: Grunderneuerung mit Vollsperrung, Anliegerverkehr ist frei (Abnahme Ende Juni).

– Bundesstraße 195, Pinnau Tripkau: Fahrbahnumbau und Neubau eines Radwegs mit Vollsperrung (3. Quartal).

– Landesstraße 234: Amelinghausen Putensen: Fahrbahninstandsetzung (3. Quartal, nach dem Heideblütenfest).

– Landesstraße 216: Westergellersen Kirchgellersen: Radweginstandsetzung mit halbseitiger Sperrung (abgeschlossen).

– Ortsdurchfahrt Obermarschacht im Zuge der Landesstraße 217: Beseitigung eines Fahrbahnschadens mit halbseitiger Sperrung (Fertigstellung voraussichtlich Ende Juni).

– Bundesstraße 209 in Rehrhof: Fahrbahninstandsetzung mit Vollsperrung (4. Quartal).

– Bundesstraße 209 in Hohnstorf, Brücke über die Dorfstraße: Erneuerung der Brückenkappen mit halbseitiger Verkehrsführung (3. Quartal).

 

Marschacht: Schaden größer als erwartet

Wasser, das zwischen der nahen Elbe und dem angrenzenden Teich wanderte, war die Ursache für einen Straßenschaden an der Landesstraße 217 (Elbuferstraße) in Marschacht. Auf einer Länge von 15 Metern war der Fußweg in Richtung Teich abgesackt, auch der Fahrbahnrand war beschädigt. Im April hatte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit der Sanierung begonnen, die sich dann schwieriger gestaltete als angenommen. Annette Padberg, stellvertretende Leiterin der Behörde: ,,Die einseitig abgesackte Fahrbahn sollte durch das Einbringen von Spundwänden stabilisiert werden. Beim Einbringen der Wände kam es zu weiteren Rissen in Fahrbahnmitte, sodass jetzt die Instandsetzung über die gesamte Fahrbahnbreite erforderlich wird.“ Die Arbeiten finden weitgehend unter halbseitiger Sperrung der Fahrbahn statt, nur für den Einbau der Deckschicht ist am Wochenende 28./29. Juni eine Vollsperrung erforderlich. Im Anschluss finden noch Rest­arbeiten statt, die aber keine Auswirkungen auf den Verkehr haben. pet