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Aus allen Ortsteilen der Gemeinde Bienenbüttel sind die Bewohner zur 1010-Jahrfeier angeradelt gekommen und setzten mit einem Puzzle-Teil ihren Ortsteil  in das vorgefertigte Wappenschild zu einem großen Ganzen zusammen. Foto: ki
Aus allen Ortsteilen der Gemeinde Bienenbüttel sind die Bewohner zur 1010-Jahrfeier angeradelt gekommen und setzten mit einem Puzzle-Teil ihren Ortsteil in das vorgefertigte Wappenschild zu einem großen Ganzen zusammen. Foto: ki

Das Bienenbüttel-Puzzle

ki Bienenbüttel. „Wo bleibt Hohnstorf?“ schallte die Lautsprecherdurchsage über die Festmeile. Alle anderen Ortsvorsteher der Gemeinde Bienenbüttel waren am Sonnabend bereits eingetroffen, nur von den Hohnstorfern war nichts zu sehen. Doch sie waren vor Ort. Die Gemeinde Bienenbüttel feierte mit einem bunten Programm ihren 1010. Geburtstag.

Mit einer Sternfahrt als einen der Höhepunkte der Geburtstagsfeier trafen nach und nach die Bewohner aus den Ortsteilen mit Fahrrädern in der Bahnhofstraße ein, im Gepäck ein Puzzleteil. Später entstand daraus ein „Wappenschild“ der Gemeinde. Dies symbolisiere, so war aus den Ortsteilen zu vernehmen, dass Bienenbüttel ohne seine Ortsteile keinen Halt hätte. „Wir sind das Rückgrad der Gemeinde“, hieß es selbstbewusst. Und auch Bürgermeister Dr. Merlin Franke goß kein Wasser in diesen Wein. Denn jedes Puzzleteil hatte eine andere Farbe. „Damit zeigen wir die Vielfalt in unserer Gemeinde, und so wie das Puzzle halten wird alle immer zusammen“, so der Rathauschef.

Die ersten 50 Radler trafen um 13.30 Uhr aus Hohenbostel ein. Um 13.50 Uhr kamen die Gruppen aus Bargdorf, Steddorf, Rieste, Bornsen und Varendorf am Bahnhof an. Im Minutentakt ging es dann weiter: 13.55 Uhr Wichmannsburg, 13.57 Uhr Edendorf, die allerdings nur mit acht Radlern zur Geburtsfeier kamen. „Wir konnten nicht mehr stellen, weil wir derzeit gemeinsam die Dorfscheune sanieren“, sagte Ortsvorsteher Hans-Jürgen Franke. Es herrschte eine fröhliche, fast übermütige Stimmung. Die Vertreter der Ortsteile wetteiferten gegeneinander. „Das schönste an Hohnstorf ist die Aussicht nach Edendorf“, sagte dessen Ortsvorsteher Ronald Müller.

Die Bahnhofstraße war proppenvoll auch zur Freude von Bürgermeister Franke. Mit dem Fest sollte die Bevölkerung aus den Ortsteilen zusammengeführt werden. „Wir haben ein tolles Programm“, versicherte er in der Begrüßung. Nachdem Alfred Meyer und der Rathauschef das Wappenschild auf der Bühne in die richtige Position gebracht hatten, stellten Ortsvorsteher die Vorzüge ihre Ortsteile vor, was das Wohnen attraktiv mache und was geboten werde. Der älteste noch aktive Hof der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1558 und befindet sich im 1321 erstmals urkundlich erwähnten Hohenbostel.

Doch bunt sind nicht nur die Ortsteile, auch die Festmeile auf der Bahnhofstraße konnte sich sehen lassen. Vereine, Verbände und Gruppen stellten sich vor und luden zu vielfältigen Aktionen generationsübergreifend ein. Am Abend sorgte bis weit nach Mitternacht das „Heart Rock Café“ bei über 500 Musikfans für Stimmung. „Das war richtig cool“, freuten sich die nicht nur jugendlichen Zuhörer. Bis in den frühen Sonntagmorgen wurde später mit Musik aus der Konserve weiter gefeiert. Das Wetter hielt. Als es am Sonntagmorgen zum großen Bürgerfrühstück regnete, war das für die Bienenbüttler auch kein Problem. Innerhalb von einer Stunde waren Zelte aufgebaut und 80 Prozent der Bahnhofstraße überdacht. „Wenn es darauf ankommt, hält Bienenbüttel eben zusammen“, lobte der Bürgermeister, der selbst mit anpackte. Über 1000 Bürgerinnen und Bürger nahmen an dem Frühstück zum Abschluss der Geburtstagsfeier teil.