Mittwoch , 28. September 2016
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Von heute an hat das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) einen neuen Namen. Daran muss sich auch Regionaldirektorin Claudia Korte erst einmal gewöhnen. Foto: be
Von heute an hat das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) einen neuen Namen. Daran muss sich auch Regionaldirektorin Claudia Korte erst einmal gewöhnen. Foto: be

Aus einem Amt werden zwei

mm Lüneburg. Der organisatorische Neuaufbau des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) in Lüneburg ist abgeschlossen. Seit heute ist das Amt für Landentwicklung aus dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) he­rausgelöst. Neue Chefin ist die Landesbeauftragte Jutta Schiecke. Die Lüneburger Vermessungs- und Katasterverwaltung bleibt weiter als LGLN bestehen. Auch die Katasterämter im Zuständigkeitsbereich der Regionaldirektion bleiben von der Umstrukturierung verschont.

Die Einheiten waren bisher mit dem Amt für Landentwicklung unter dem Dach des LGLN vereint. Dieses hat seinen Sitz im Behördenzentrum Ost an der Adolph-Kolping-Straße 12. Dort hängt nun ein neues Türschild, darauf steht Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung. Das Amt für Landesentwicklung ist aus dem Namen verschwunden. Der Grund: Die Dezernate Strukturförderung ländlicher Raum sowie Flurbereinigung und Landmanagement, die dem Amt für Landentwicklung angegliedert sind, unterstehen fortan der Leitung von Schiecke als neuer Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung. Gleiches gilt für die Ämter Landentwicklung der Regionaldirektionen in Verden und Otterndorf. Auch das Domänenamt Stade, zuständig für die Verwaltung landeseigener Flächen, wurde Schiecke zugeschrieben. Hauptsitz des neuen Amtes für regionale Entwicklung Lüneburg ist das Behördenzentrum Auf der Hude.

Die Landesregierung möchte als Anlaufstelle für alle Fragen der Landesentwicklung vor Ort präsent sein, wie zu Zeiten, als Niedersachsen noch in Regierungsbezirke unterteilt war. Noch werden die Mitarbeiter des ArL Lüneburg aber an der Adolph-Kolping-Straße bleiben. „Möglicherweise gibt es für die Lüneburger Mitarbeiter einen Umzug, wenn Auf der Hude Räumlichkeiten zur Verfügung stehen“, sagt Joachim Roemer, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit in der Regionaldirektion des LGLN.

Bei der Neuorganisation geht es auch um die Verteilung von EU-Fördermitteln. In der neuen Förderperiode bis 2020 fließt aus der EU-Kasse weniger Geld nach Niedersachsen, es sind 978 Millionen Euro, zuvor waren es 1,67 Milliarden Euro (LZ berichtete). „Das Geld wird nun in einem Raum zentralisiert, es kann so zielgerichteter verteilt werden“, sagt Claudia Korte, Leiterin der Regionaldirektion Lüneburg im LGLN. Bei knapperen Mitteln müsse die Verteilung möglichst koordiniert und gebündelt geschehen.

In Kortes Zuständigkeitsbereich am LGLN fallen nun noch sieben Dezernate statt wie bisher zehn. Weiter werde es vorerst keine Veränderungen geben. Die Dezernate auch die in das ArL ausgegliederten bleiben in ihrer Zusammensetzung wie gehabt bestehen. „Unsere Ansprechpartner und Telefonnummern bleiben die gleichen“, sagt Korte. Außer dass sie selbst weniger Bereiche zu verantworten hat, habe sich an den Zuschnitten nichts geändert.

Ein anderes Bild gibt es andernorts: „An allen Regionaldirektionen in Niedersachsen haben sich die Zuschnitte verändert, in Lüneburg sind sie gleich geblieben“, verdeutlicht Korte. Personelle Einschnitte werde es derzeit nicht geben, möglich seien jedoch Einsparungen in der Führungsebene.