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+ + + Amerikanische Fliegerbombe entschärft + + + Evakuierung aufgehoben

Lüneburg. Die bei Sondierungsarbeiten im Bereich An der Wittenberger Bahn aufgefundene Amerikanische Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg konnte durch Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes unschädlich gemacht werden. Es war bereits der sechste Bombenfund in diesem Jahr.

Sprengmeister Tillschneider und sein Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) aus Hannover entschärften die 150-Lbs-Fliegerbombe (ca. 70 kg) mit Aufschlagzünder und sprengten den Zünder vor Ort gegen 20:20 Uhr. Zu Sachschäden kam es nicht.

In Absprache mit der Hansestadt Lüneburg, Rettungsdiensten und Polizei evakuierten die Einsatzkräfte betroffene Bewohner in einem Sicherheitsbereich mit einem Radius von 500 Metern um die Fundstelle. Betroffen davon waren ca. 500 Lüneburger Bürgerinnen und Bürger für die durch die Hansestadt Lüneburg Anlaufstellen eingerichtet wurden.

Für die Zeit der Entschärfung wurde auch der Bahnverkehr zwischen Lüneburg und Uelzen ab 19.40 Uhr für knapp 45 Minuten in beide Richtungen voll gesperrt.

Im Rahmen der Räumung waren gut 110 Einsatzkräfte von u.a. ASB, DRK, AgL, KVG, Kirchen, Hansestadt Lüneburg und Polizei im Einsatz, die einen reibungslosen Ablauf gewährleisteten.

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+ + + Update 20.25 Uhr:
Alles gut gelaufen: Der Sprengmeister hat den Blindgänger erfolgreich gesprengt. Die Evakuierung ist nun von der Polizei aufgehoben worden, alle können wieder zurück in ihre Wohnungen. Die Online-Redaktion der LZ bedankt sich bei allen Beteiligten und wünscht allen einen ruhigen Abend.

+ + + Update 19.53 Uhr:

Die Evakuierung ist abgeschlossen, das betroffene Gebiet ist frei. Der Sprengmeister macht sich jetzt daran, die Bombe zu entschärfen – wir wünschen gutes Gelingen!

+ + + metronom-Update: 19.45 Uhr

Der nächste Zug (20.03 Uhr ab Uelzen in Richtung Hamburg und 19.54 ab Hamburg in Richtung Uelzen) wird voraussichtlich mit 15 min Verspätung fahren.

Falls die Entschärfung länger andauert, steht ein Ersatzverkehr mit Bussen bereit.

+ + + Update: 18 Uhr:

Laut Suzanne Moenck, Pressesprecherin der Hansestadt Lüneburg, ist auch der Busverkehr betroffen. Nach Aussage der KVG werden die Routen ab 18 Uhr geändert. D.h. die Linien 5610 + 5620 fahren nicht mehr über die Brücke, sondern direkt zum Bahnhof / ZOB, und die Linie 5011 fährt nicht mehr am Schwalbenberg, sondern am/über Ziegelkamp.

+ + + Update: 16.46 Uhr:

Die Polizei geht aktuell davon aus, dass Sprengmeister Michael Tillschneider gegen 19.30 Uhr mit seinen Arbeiten beginnen kann. Kurz zuvor soll noch ein Metronom durch den Gefahrenbereich fahren. Danach ruht der Bahnverkehr. Fernzüge leitet die Bahn entsprechend um. Im Moment ist noch unklar, ob Tillschneider die Bombe entschärfen kann oder er sie sprengen muss.

+ + + metronom-Update: 16.39 Uhr + + +

Für die metronom Züge 82132 (Uelzen ab 19:03 / Lüneburg ab 19:29 / Hamburg an 20:01) und 82127 (Hamburg ab 18:55 / Lüneburg ab 19:33 / Uelzen an 19:56) gibt es keine Einschränkungen, diese fahren noch durch.
Für den folgenden Zug (20:03 ab Uelzen Richtung Hamburg und 19:54 ab Hamburg Richtung Uelzen) kann es eventuell zu einem Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Lüneburg und Bienenbüttel kommen.
Die Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen, die Einsatzleitung rechnet bislang mit einer Dauer von ca. 1 Std. für die Entschärfung.
Alle Züge aus Hamburg, die in Lüneburg enden, fahren uneingeschränkt.
Für die Züge 20.03 aus Uelzen und 19.54 ab Hamburg, die dann eventuell in Bienenbüttel bzw. Lüneburg enden, hat metronom vorsorglich ausreichend Busse für die Weiterfahrt bestellt.

+ + + Update: 16.30 Uhr + + +

Rund um den Fundort der Bombe herum müssen nicht nur Häuser evakuiert, sondern auch zahlreiche Straßen gesperrt werden. Es darf sich niemand mehr in dem betroffenen Gebiet aufhalten, wenn der Bombenentschärfer mit seiner schwierigen Aufgabe startet. Ab spätestens 18.30 Uhr ist die Zufahrt in Richtung des Bombenfundortes nur noch möglich bis:

– Uelzener Straße / Munstermannskamp
– Willy-Brandt-Straße / Amselbrücke
– Barckhausenstraße / Wilschenbrucher Weg
– Lessingstraße / Barckhausenstraße
– Feldstraße / Rotenbleicher Weg
– Kefersteinstraße / Wilschenbrucher Weg
– Blümchensaal / Am Kaltenmoor
– Kurt-Schumacher-Straße / Deutsch-Evern-Weg
– Theodor-Heuss-Straße / Konrad-Adenauer-Straße
– Konrad-Adenauer-Straße / Deutsch-Evern-Weg
– Pirolweg

Alle Autofahrer werden darum gebeten, den Evakuierungsbereich weiträumig zu umfahren. Mit Verkehrsbehinderungen ist unter Umständen auch vorher schon zu rechnen.

Die Bahnstrecken Richtung Hamburg und Richtung Hannover bleiben so lange offen, bis die Entschärfung wirklich beginnen kann. Die Sperrung erfolgt also erst unmittelbar vor der Räumung, damit die Einschränkungen so gering wie möglich bleiben.

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Lüneburg. Eine weitere Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg stellten Arbeiter bei Sondierungsarbeiten im Bereich des Baugebiets Wittenberger Bahn in den Mittagsstunden des 01.07.14 fest. Die Polizei sperrte in der Folge den Fundort, der ca. 100m westlich der Fundorte der Fliegerbombe vom 20.05. und 16.06.14 ist, ab und alarmierte Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Bei dem Sprengkörper handelt sich wieder um eine 150 lbs Fliegerbombe mit Aufschlagzünder aus dem 2. Weltkrieg.

Aktuell stimmen der Kampfmittelbeseitigungsdienst, Polizei, Feuerwehr und Hansestadt Lüneburg wieder die erforderlichen Maßnahmen ab.

Die Einsatzkräfte bereiten derzeit Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen für die Entschärfung (im 500 m-Radius) vor. Die Evakuierungs- und Sperrbereiche im 500 m-Radius werden identisch mit der Evakuierung am 20.05. und 16.06.14 sein, so dass ca. 500 Lüneburger Bürgerinnen und Bürger, für die durch die Hansestadt Lüneburg Anlaufstellen eingerichtet werden, von der Evakuierung betroffen sind.

Die Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen sind für die Abendstunden geplant, so dass ab 18:00 Uhr mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen ist. Bis 18:30 Uhr müssen die Menschen in einem Umkreis von 500 Metern um den Fundort herum ihre Häuser und Wohnungen verlassen haben.

Neben den Hauptverkehrsadern Friedrich-Ebert-Brücke und Willy-Brandt-Straße wird für die eigentliche Entschärfung auch die Bahnverkehr Lüneburg-Uelzen durch eine Sperrung betroffen sein.

Betroffen sind folgende Straßen und Hausnummern:

– Am Kaltenmoor 1, 2, 3, 4
– An der Roten Bleiche 1, 1a, 2, 3, 5, 7, 7a, 8, 9, 10
– An der Wittenberger Bahn 4, 6, 8, 10, 12, 17, 21, 25, 27, 29
– Blümchensaal 1b, 2, 3, 4, 5, 5a, 6, 6a, 8, 9, 10 bis 22 (auch 11a, 12a , 12b, 20a, 21a, 22a), 26, 26a, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46
– Brambusch 1 bis 6, 8, 14, 16, 18, 20
– Bülowstraße 1, 1a, 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20
– Deutsch-Evern-Weg 6, 8, 10, 12
– Feldstraße 2a
– Friedrich-Ebert-Brücke 1
– Igelweg 8b, 8c, 8d, 24, 24a, 26
– Kefersteinstraße 2a
– Pirolweg 1, 3 bis 6, 8, 10, 12
– Rotenbleicher Weg 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 65a, 67
– Spechtsweg 15
– Willy-Brandt-Straße 2, 4, 10, 11
– Wilschenbrucher Weg 68, 70, 72, 74, 76, 78, 80, 82, 84, 84a, 86, 86a, 86b, 88, 88a, 90a, 92, 94, 96, 98, 98a, 100, 102, 104, 106

Die Hansestadt Lüneburg hat wieder für all jene, die sich nicht bei Freunden oder Verwandten einquartieren können, zwei Ausweichquartiere eingerichtet. Wer westlich der Ilmenau wohnt und die Wohnung verlassen muss, kann in der St.-Ursula-Schule (neben der neuen Musikschule) unterkommen und wer östlich der Ilmenau wohnt und nicht zu Hause bleiben darf, findet dieses Mal im Gemeindehaus der St.-Stephanus-Gemeinde (St.-Stephanus-Platz) in Kaltenmoor Unterschlupf. Geöffnet sind die Unterkünfte ab 17:30 Uhr. Die Hansestadt hat zwei Shuttlebusse zu den Ausweichquartieren eingerichtet. Es fährt ein Bus zwischen dem Aldi-Parkplatz an der Feldstraße und dem Quartier in der St.Ursula-Schule hin und her. Östlich der Ilmenau pendelt ein Bus zwischen der Bushaltestelle Blümchensaal Ecke Kurt-Schumacher-Straße und dem Gemeindehaus St. Stephanus. Die Busse starten um 18:00 Uhr und sind dann ständig zwischen den beiden Punkten unterwegs.

Eine Telefon-Hotline ist eingerichtet unter (04131) 309 – 3100.

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3 Kommentare

  1. Harry Schwiebert

    Wieder alles gut organisiert und eine tolle Verpflegung hat die Evakuierung versuesst!

  2. Hiltrud Weidllich

    Gut gemacht Herr Tillschneider danke das Sie immer ihren Kopf für uns hinhalten. Schönen Gruß an unseren OB geben Sie doch noch mehr Bombadierungsgebiete zum Bebauen frei.

  3. Mal eine (bzw.zwei) Fragen …… wer bezahlt die Entschärfung eigentlich ? Der Eigentümer ? Der Verursacher ? Und … wieviel kostet so eine Entschärfung eigentlich ca. ?!