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Lüneburger feierten im Stadion in Rio mit deutscher Mannschaft

jj Rio/Lüneburg. Viele Millionen sahen das WM-Finale im Fernsehen, nur etwas mehr als 70 000 Fans live im legendären Estádio do Maracanã in Rio. Aber einige kamen auch aus dem Kreis Lüneburg wie Kai Krause aus Reppenstedt, auf dem Foto rechts mit seinem Freund Valentin Scherer aus Lüneburg in voller Fan-Montur im Stadion in Rio.

Auch zwei Dahlenburger waren im Stadion. Christopher Poor schreibt auf der LZ-Facebook-Seite: „Kurze Info aus Rio: Die Stimme ist weg, aber schreiben kann ich noch, eine sehr geile Feier gewesen, und schönen Dank an die Brasilianer für die tolle Unterstützung und die grandiose WM !! Weltmeister 2014“

Der 28-jährige Krause ist auf Südamerika-Tour, neun Wochen als Backpacker. Und als eingefleischter Fußballfan, selber lange beim TuS Reppenstedt aktiv, hat er sich rechtzeitig ein Options-Ticket besorgt, falls Deutschland ins Endspiel kommt, und er hat seinen Südamerika-Trip so getimte, dass er zum Endspiel in Rio ist.

Er schreibt der LZ: „Die Feier war großartig, hat aber ihre Spuren hinterlassen. Wir sind nach Abpfiff noch gut zwei Stunden im Stadion geblieben. Die Mannschaft kam zur deutschen Kurve und hat sich feiern lassen. Anschließend kamen erst Kevin Großkreutz und dann später Lukas Podolski aus der Kabine, um den Sieg noch einmal gemeinsam mit uns zu zelebrieren. Danach ging es dann an die Copacabana und diese nordwärts entlang in den Stadtteil „Leme“, in dem ein deutsches Fanfest mit Oliver Pocher stattfand. Die Argentinier waren am Vortag noch sehr überheblich und prophezeiten drei Tore von Messi und Endstände von 3:0, 4:0 und 5:0. Uns wurde gesagt, es seien ungefähr 100.000 Argentinier angereist, meist mit dem Auto. Was in der Stadt deutlich zu spüren war. Allerdings empfingen wir und alle anderen deutschen hier von den Brasilianern so viel Zuspruch und Unterstützung, dass die Unterzahl gar nicht viel ausmachte. Die Brasilianer waren unglaublich freundlich und haben Deutschland mit Leib und Seele angefeuert. Das war eine Wahnsinnsstimmung nach dem Spiel, weil das ganze Land auf deutscher Seite war.“

Die beiden Lüneburger bleiben noch ein paar Nächte in Rio, bevor es südwärts geht. „Gerne würden wir noch nach Florianopolis und zu den Iguazu Wasserfällen, bevor wir dann die Reise in Sao Paulo, von wo aus unser Rückflug geht, ausklingen lassen.“

Für Kai Krause ist die Reise die Belohnung für seine Masterarbeit, die er Ende Mai in Köln abgegeben hat, danach ist der BWLer aufgebrochen nach Südamerika zum Trip und Spiel seines Lebens.