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Als für den Pegel der Wasserstand des Elbehochwassers 2013 mit der Jahreszahl markiert wurde, wurden Schäden an der Halterung festgestellt. Foto: tja
Als für den Pegel der Wasserstand des Elbehochwassers 2013 mit der Jahreszahl markiert wurde, wurden Schäden an der Halterung festgestellt. Foto: tja

Pegelprobleme in Lauenburg

tja Lauenburg. Kaum ist mit der Sicherung der Stützmauer im Garten des Lauenburger Restaurants „Schifferbörse“ und der Aufhebung der seit dem Winter eingerichteten Sperrung das eine Problem an der Elbuferpromenade gelöst, tut sich ein paar Meter weiter das nächste auf: Der Pegel, auf dem die historischen Wasserstände der Stadtgeschichte Lauenburgs kunstvoll von Töpferin Karin Scherling markiert werden, muss neu aufgebaut werden. Die Halterung hat bei der Flut im Juni 2013 stark gelitten. Das wurde erst jetzt deutlich, als die Jahreszahl 2013 angebracht wurde.

Die als einsturzgefährdet eingestufte Stützmauer des Grundstücks an der Elbstraße 82 ist jetzt wieder standsicher. „Wir haben extra einen Statiker hingeschickt und mit der Freigabe der Promenade gewartet, bis wir sein Gutachten schwarz auf weiß vorliegen hatten, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen“, erklärte Reinhard Nieberg, der Leiter des Lauenburger Stadtentwicklungsamtes.

Wie berichtet, hatte das Hochwasser 2013 der Mauer stark zugesetzt. Wäre sie abgerutscht, hätte das eine Gefahr für das Grundstück und Nachbargebäude mit sich gebracht. Jetzt halten Stahlträger den Druck. Nieberg: „Den größten Teil der Konstruktion sieht man gar nicht, sie befindet sich hinter der Mauer.“ Von der Promenade aus fallen nur wenige Stahlteile ins Auge. Das Gebäude der „Schifferbörse“ selbst ist derzeit noch immer nicht nutzbar, die Sanierung geht nur schleppend voran.

Ebenfalls auf den ersten Blick unsichtbar sind die schweren Schäden, die der bei Touristen wie Einheimischen beliebte getöpferte Pegel an einem Wandvorsprung an der Uferpromenade erlitten hat. „Ich bin erschrocken, hoffentlich fällt uns das nicht runter, wenn wir es abbauen müssen“, sagt Karin Scherling. Sie betreibt die Töpferei „Der Topf“ an der Elbstraße und hat den Pegel kreiert.

Als für den Wasserstand vom Juni 2013 die getöpferte Tafel mit der Zahl „2013“ befestigt wurde, bemerkte ihr Mann Siegmar Scherling, dass die Halterung beschädigt ist. Gemeinsam mit einer Ingenieurin des städtischen Bauamtes ging er der Sache auf den Grund. „Das Metallgitter, das die getöpferten Tafeln trägt, ist nicht mehr intakt“, sagt Scherling.

„Wir wollen versuchen, diesen Schaden als Teil unserer öffentlichen Schäden an der Infrastruktur im Rahmen der Fluthilfe geltend zu machen“, berichtet Nieberg. Der Pegel soll auf jeden Fall erhalten bleiben. „Wenn wir die Halterung erneuern, dann machen wir das natürlich gleich so, dass wir die Tafeln später auch an eine mögliche neue Hochwasserschutzwand hängen können“, so Nieberg.