Mittwoch , 28. September 2016
Aktuell
Home | Lokales | Waldbrandzentrale wird besetzt
Kameras passen auf, dass im Wald keine Brände entstehen. Aufgrund der Trockenheit und der Wärme wird die Waldbrandzentrale in Lüneburg wieder besetzt. Foto: nh
Kameras passen auf, dass im Wald keine Brände entstehen. Aufgrund der Trockenheit und der Wärme wird die Waldbrandzentrale in Lüneburg wieder besetzt. Foto: nh

Waldbrandzentrale wird besetzt

kre/lz Lüneburg. Das warme und trockene Wetter lässt die Waldbrandgefahr in den Niedersächsischen Wäldern ansteigen. Nach den Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes (1 gering bis 5 sehr hoch) ist in den kommenden Tagen damit zu rechnen, dass die Werte weiter ansteigen werden.

,,Die Försterinnen und Förster insbesondere im Flachland Niedersachsens sind bereits alarmiert, denn gerade in den lichten Kiefernwäldern im Nord-Osten ist die Waldbrandgefahr besonders hoch“, heißt es in einer Pressemitteilung der Landesforst. Ab der Gefahrenstufe 3 wird die Waldbrandzentrale in Lüneburg besetzt. Hier laufen die Bilder und Informationen des ,,Automatisierten Waldbrandfrüherkennungs-Systems (AWFS) ein, das vor wenigen Jahren seine Arbeit aufgenommen hat. Mithilfe von 20 hochauflösenden Kameras an 17 Standorten überwachen geschulte Forstleute an ihren Monitoren mehrere Tausend Quadratkilometer Wald in sechs Landkreisen. Die Kameras jede in einer Höhe von rund 50 Metern installiert und jede mit einer Reichweite von bis zu 20 Kilometern haben die alten Feuerwachtürme abgelöst, von denen aus früher nach Waldbränden Ausschau gehalten wurde.

Das zweite Ass im Ärmel zur Waldbrandbekämpfung der Feuerwehrflieger bleibt allerdings noch weiter am Boden: ,,Wir steigen erst ab der Waldbrandgefahrenstufe 5 auf“, sagt Lüneburgs Kreisbrandmeister Torsten Hensel und die Prognosen gehen davon aus, dass aufgrund von Gewitterregen zur Wochenmitte die Waldbrandgefahr wieder abgestuft wird. In Wendisch Evern beispielsweise wieder auf Waldbrandgefahrenstufe 1″.

Es gab Sommer, da musste der weiß-rote Feuerwehrflieger fast täglich zum Patrouillenflug aufsteigen. Im vergangenen Jahr dagegen wurden die Luftbeobachter geschont „da hatten wir nur einen einzigen Einsatztag“, berichtet Hensel. Und in diesem Sommer wurde das ,,fliegende Auge“ der Brandschützer überhaupt noch nicht angefordert. Doch darüber,sagt Hensel, sei er nun wirklich nicht böse.

Brände vermeiden

Die Niedersächsischen Landesforsten bitten die Bevölkerung gerade in diesen Tagen auch um ihre Mithilfe bei der Waldbrandverhütung. Hier sind insbesondere folgende Punkte zu beachten: Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe, Grillen nur auf freigegebenen Grillplätzen, dazu bitte das örtliche Forstamt fragen. Im Wald gilt bis zum 31. Oktober ein allgemeines Rauchverbot Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras abstellen Jeden Waldbrand unter der Notrufnummer 112 sofort melden!