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Noch ist das Ziel nicht erreicht: York Sander (l.) und Jannik Leenen halten beim Video Contest VIEWS Ausschau nach ihrem Kiez. Für die filmische Umsetzung der Suche danach können sie einen starken Preis gewinnen. Foto: t&w
Noch ist das Ziel nicht erreicht: York Sander (l.) und Jannik Leenen halten beim Video Contest VIEWS Ausschau nach ihrem Kiez. Für die filmische Umsetzung der Suche danach können sie einen starken Preis gewinnen. Foto: t&w

Die Suche nach dem Lüneburger Kiez +++ mit LZ-Play-Video

mm Lüneburg. „Hier ist es mir zu grün, manchmal zu laut, überhaupt gibt es viele zu Hunde, ich mag ja eigentlich lieber Hamster.“ York Sander ist im Lüneburger Clamartpark auf der Suche nach seinem Kiez, mit ihm auf der Pirsch ist Jannik Leenen. Für Hinzugezogene sei es gar nicht so einfach „den eigenen Kiez“ zu finden. Die schwierige Suche der beiden Wahl-Lüneburger, die möglicherweise doch noch in einem Erfolgserlebnis mündet, hat einen filmischen Hintergrund. Denn „Mein Kiez“ ist das Thema bei dem Contest-Wochenende von „VIEWS dem 1. Video Contest Lüneburg“.

Die Teilnehmer haben in der Wettbewerbskategorie „Lüneburg24“ einen Tag lang Zeit, um hierzu Ideen zu entwickeln und einen spannenden Filmbeitrag zu drehen. Der darf nicht länger als vier Minuten werden. „Einen Film in 24 Stunden zu produzieren, ist eine coole Herausforderung“, sagt der 22-jährige Jannik Leenen. „Da merkt man, was man kann“, ergänzt sein Projektpartner York Sander. Als Könner unter den Filmschaffenden würden sich die beiden Studenten jedoch nicht bezeichnen, „wir sind so etwas wie ambitionierte Laien“. Beim Video Contest steht für die beiden der Spaß im Vordergrund. Natürlich würden sie gerne auch eine der fünf ausgelobten GoPro Actionkameras gewinnen. Die würde die jetzt schon professionell anmutende Videoausrüstung der Hobbyfilmer gut ergänzen.

Gewinnen würden gerne auch die anderen Teilnehmer, die am Wochenende der Hitze trotzten und in und um Lüneburg ihre Clips drehten. Ausgerichtet wird der Contest von Mitarbeitern des Videoportals LZplay, dem Rechen- und Medienzentrum der Lüneburger Universität, der Mobilen Medienarbeit Niedersachsen sowie dem Stadtarchiv. „Wir haben insgesamt 21 Einreichungen erhalten. Für das erste Mal finde ich das gut. Die jüngste Teilnehmerin war 13 Jahre alt, der älteste Teilnehmer bereits über 80. Das gesamte Spektrum von Filmemachern aus der Region ist beim Contest vertreten“, sagt Katja Grundmann von LZplay.

Außer in der Kurzfilm-Sparte können die Teilnehmer auch in der Kategorie „One Shot“ glänzen. Es soll eine Szene eingefangen werden, das Thema: in Bewegung. Hierbei gibt es fünf Mal einen Handy-Rekorder zu gewinnen. Bei allen Beiträgen zählt für die Jury, wie das vorgegebene Thema eingefangen und umgesetzt wurde: „Es geht um Kreativität und nicht die beste Videokamera.“

Die Wettbewerbsteilnehmer drehen aber nicht nur Filme selber, einige beschäftigen sich auch mit Aufnahmen älterer Jahrgänge. In der Sparte „Filme wiederentdeckt“ gibt es die Möglichkeit, in Lüneburg gedrehte Super8- oder VHS-Filme im Stadtarchiv digitalisieren zu lassen. Die Filme sollen auf eine Länge von vier Minuten geschnitten werden, technische Unterstützung bekommen Interessenten von Mitarbeitern aus dem Stadtarchiv. So auch Dieter Schmidt, Lehrer aus Bleckede: „Ich bin heute Morgen ins Stadtarchiv gekommen, um meine umfangreichen Schätze an Super8-Filmen digitalisieren zu lassen“, sagt er. Beim Wettbewerb einreichen möchte Schmidt einen selbstproduzierten Film aus den 1970er-Jahren: „Ich werde Ausschnitte eines Filmes von einer Radtour der Bleckeder Leichtathletik-Jugend in die Partnergemeinden Tôtes und Auffay in der französischen Normandie einreichen, der 1979 entstanden ist.“

Über die Beiträge aus den drei Kategorien befindet nun die Jury. „Ich habe bisher nur einige kurze Ausschnitte gesehen, aber kann schon jetzt sagen, dass wir von der Professionalität und dem hohen Niveau der Produktionen begeistert sind. Und auch bei den Filmen der Kategorie Filme wiederentdeckt sind wirklich einige Lüneburger Schmankerl mit dabei. Es lohnt sich auf jeden Fall, bei der Preisverleihung am Freitagabend vorbeizuschauen“, sagt Jurorin Grundmann.

Die Prämierung findet statt am Freitag, 25. Juli, von 20 Uhr an am Universitätscampus Volgershall, es ist jeder eingeladen, vorbeizuschauen. Dann wird sich auch zeigen, ob York Sander und Jannik Leenen ihren Lüneburger Kiez gefunden haben.