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Die Welt und ihr Ökosystem auf eine virtuelle Weise entdecken können Schüler im Klima-Iglu vom Planetarium Hamburg. Auch Carsten Junge von der Sparkassenstiftung (vorne links) verschaffte sich schon einen Eindruck. Foto: t&w
Die Welt und ihr Ökosystem auf eine virtuelle Weise entdecken können Schüler im Klima-Iglu vom Planetarium Hamburg. Auch Carsten Junge von der Sparkassenstiftung (vorne links) verschaffte sich schon einen Eindruck. Foto: t&w

Virtuelle Reise im riesigen Bonbon

mm Lüneburg. Ein rundes Objekt ist in der Aula der Christianischule gelandet. Das überdimensionale Zelt hat einen Durchmesser von acht Metern, ergreift massig Raumbesitz. Susanne Jensen vom Schulbiologie- und Umweltbildungszentrum (Schubz) nennt es „das Bonbon in diesem Jahr“. Im Projekt „Energiesparen an Schulen“, das seit zwei Jahren an acht kreiseigenen Schulen und zwei Grundschulen im Landkreis Lüneburg umgesetzt wird, wurden jetzt Klassen für ihr Klima-Engagement ausgezeichnet. Sie erhielten an der Christianischule auf dem Kreideberg Geld für die Klassenklasse und eine besondere Belohnung: Das Klima-Iglu vom Planetarium Hamburg. Darin können die Schüler auf virtuelle Entdeckungsreise gehen und das komplexe Ökosystem der Erde kennen lernen.

Selbst nicht beteiligt an dem Energiesparprojekt ist die Christianischule, doch die Aula bot den nötigen freien Platz für das Iglu: „Nur hier konnte es aufgestellt werden, wir brauchten viel Platz und die Raumhöhe von knapp fünf Metern“, sagt Umweltpädagogin Jensen.

In die Höhe blicken die Besucher auch im Iglu. Das Zeltdach ist zugleich eine Leinwand. Es werden Filme zum Thema Energiesparen gezeigt. Auf die virtuelle Entdeckungreise gehen die Schüler der projektbeteiligten Schulen, auch vier Arbeitsgruppen der Christianischule dürfen ins Iglu. „Die Schüler sind gefangen von ihren Eindrücken“, hat Schubz-Leiter Frank Corleis beobachtet.

Das Schubz ist an der pädagogischen Umsetzung des Projekts beteiligt. Rund um das Iglu sind auch Stationen aufgebaut, an denen wird den Schülern etwa ein Basiswissen über Bäume vermittelt. Wissen, wie im Schulalltag Energie eingespart werden kann, haben sich die Schüler schon angeeignet.

So wie die Siebtklässler Lennart und Leon von der Oberschule am Schiffshebewerk in Scharnebeck. Dort sind die Klima-Detektive im Einsatz. Sie spüren in jedem Klassenzimmer Beweise für Umweltverschmutzung auf. Was richtig gemacht wird, bekommt einen Haken auf der Checkliste. „Es wird kontrolliert, ob richtig gelüftet und geheizt wird, ob der Müll getrennt wurde“, sagt Lennart. „Ganz wichtig ist auch, ob das Licht ausgeschaltet ist“, weiß Leon. Die umweltfreundlichsten Klassen werden jedes Jahr prämiert. Beworben für „Energiesparen an Schulen“ hat sich die Scharnebecker Einrichtung mit drei Projekttagen, an denen nahmen alle Schüler bis auf die Abschlussklassen teil. Es wurden unter anderem Solarautos gebaut, ein Flohmarkt veranstaltet und Pfandkisten auf dem Schulgelände aufgehängt.

Für den besonderen Einsatz überreichte Frank Corleis der Schule einen Scheck über 1000 Euro. Auch die Grundschule Betzendorf und die BBS I erhielten diesen Betrag. Die anderen sieben Schulen wurden mit 500 Euro ausgezeichnet. Für die Geldprämien hatte die Sparkassenstiftung gesorgt.

Bis 2015 läuft das Projekt „Energiesparen an Schulen“ noch. Die Schulen werden außer vom Schubz auch durch die Klimawerk Energieagentur unterstützt. Die Klimaschutzleitstelle ist Projektträger der Aktion und hat das Klima-Iglu an die Christianischule geholt.

An dem Projekt nehmen folgende Schulen teil: Fürstenwallschule Dahlenburg, Grundschule Betzendorf, Kurt-Löwenstein-Schule Bleckede und Gymnasium Bleckede, Schule am Katzenberg (Adendorf), Schule am Schiffshebewerk (Scharnebeck), Oberschule Neuhaus sowie Schule am Knieberg, Oberschule Oedeme, BBS I und BBS II (alle Lüneburg).