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Im Gebäude der Regierungsvertretung ist das Automatisierte Waldbrand-Früherkennungssystem untergebracht. Dank des Regens in den vergangenen Stunden muss die Zentrale vorerst wohl nicht wieder besetzt werden. Foto: A./kre
Im Gebäude der Regierungsvertretung ist das Automatisierte Waldbrand-Früherkennungssystem untergebracht. Dank des Regens in den vergangenen Stunden muss die Zentrale vorerst wohl nicht wieder besetzt werden. Foto: A./kre

Regen bringt Entwarnung

kre Lüneburg. Selten haben sich Förster und Waldbesitzer den Regen wohl mehr herbeigesehnt als in diesen Tagen. Denn der Blick auf die Karte des Deutschen Wetterdienstes macht es deutlich. In ganz Norddeutschland galt am Donnerstag noch hohe bis höchste Waldbrandgefahr. Mit dem angekündigten Regen hoffen Reiner Baumgart, Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten, und seine Kollegen jetzt aber auf eine spürbare Entspannung.

Seit Sonnabend vergangener Woche ist die Waldbrandzentrale in Lüneburg besetzt. Hier laufen die Bilder und Informationen des ,,Automatisierten Waldbrandfrüherkennungs-Systems“ (AWFS) ein, das vor wenigen Jahren seine Arbeit aufgenommen hat. Mithilfe von 20 hochauflösenden Kameras an 17 Standorten überwachen geschulte Forstleute an ihren Monitoren mehrere Tausend Quadratkilometer Wald in sechs Landkreisen. Die Kameras jede in einer Höhe von rund 50 Metern installiert und jede mit einer Reichweite von bis zu 20 Kilometern haben die alten Feuerwachtürme abgelöst, von denen aus früher nach Waldbränden Ausschau gehalten wurde.

Die Wälder und Flächen der Revierförsterei Barendorf sind von der Trockenheit besonders gezeichnet: Auch wenn viele Flächen optisch noch grün aussehen ,,vielerorts ist es knochentrocken“, stellt Reiner Baumgart fest. ,,Die Drahtschmiele, ein Gras, das sich vor allem auf lichten Kieferstandorten findet, ist trocken wie Zunder“, beobachtet Baumgart. ,,Wenns aber wie angekündigt regnet, ist die Feuergefahr erst einmal gebannt“, hofft Reiner Baumgart.

In diesem Sommer gab es zum Glück noch keine größeren Brände: Kleinere Feuer gab es nach den Worten des Pressesprechers der Niedersächsischen Landesforsten bislang vor allem auf den Truppenübungsplätzen, bedingt durch den Schießbetrieb: ,,Aber da der angemeldet ist, steht die Feuerwehr immer schon Gewehr bei Fuß, um zu löschen.“
Gestern Nachmittag kam mit den ersten kräftigen Gewittern auch der Regen. Sollte es in den nächsten Tagen weiter regnen, wird der Wachbetrieb in der Waldbrandzentrale wieder eingestellt.

Denn sinkt die Gefahrenstufe wieder auf zwei (geringe Gefahr) oder darunter, ist auch die Kameraüberwachung nicht mehr notwendig.