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Vielfalt ins Feld ist eine Aktion der Bioenergie­Region Wendland­Elbetal.
Beim Wettbewerb für dörfliche Energieprojekte geht es um die Vielfalt in den Köpfen der Bewerber. Foto: cw
Vielfalt ins Feld ist eine Aktion der Bioenergie­Region Wendland­Elbetal. Beim Wettbewerb für dörfliche Energieprojekte geht es um die Vielfalt in den Köpfen der Bewerber. Foto: cw

Die Bioenergie populärer machen

cw Lüneburg. Mehr als 20 Gemeinden im Landkreis Lüneburg gehören zur Bioenergie-Region Wendland-Elbetal. Die wenigsten Menschen in diesen Gemeinden wissen das, doch das könnte sich bald ändern: Um Bioenergie und ihre Möglichkeiten noch mehr in die Köpfe der Menschen zu bringen, hat die Bioenergie-Region Wendland-Elbetal gemeinsam mit ihrem Partner Göttinger Land jetzt einen Wettbewerb für dörfliche Energieprojekte ausgelobt. Insgesamt 12000 Euro Preisgeld warten auf pfiffige Ideen rund um Bioenergie, die maximale Förderung einzelner Projekte liegt bei 2000 Euro.

Dabei müssen es keine hochfliegenden Großprojekte sein, auch kleine Aktionen, die mithelfen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sind willkommen. „Vielleicht legen Sie mit Schulkindern kleine Energiepflanzeninseln auf dem Schulhof und am Feuerwehrhaus an“, sagt Dorothea Angel, Regionalmanagerin der Bioenergie-Region. „Vorstellbar wäre auch ein Aktionstag zu Energie aus nachwachsenden Rohstoffen in Schule oder Kindergarten.“ Natürlich können auch größere Projekte eingereicht werden. „Zum Beispiel, wenn Sie mit einem Unternehmer in Ihrem Ort eine gemeinschaftliche Holzhackschnitzelheizung teilen, die mehrere Haushalte mit Wärme versorgt“, zählt Dorothea Angel auf. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ziel der ganzen Aktion ist es, die Selbstversorgung aus erneuerbaren Energien zu steigern, Initiativen in den Dörfern zu stärken und die Erfolge bei der Energiewende mehr in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken. „Mit den Preisgeldern können Projekte angeschoben werden, sie sonst nie verwirklicht worden wären“, sagt Dorothea Angel. Vorplanung, Machbarkeitsstudien, Beratungs- oder Expertenhonorare, Werbemittel, Material und vieles mehr können mit den Preisen bezahlt werden.

Bewerben können sich Vereine, Genossenschaften, Gemeinden und sonstige juristische Personen. „Im Zweifelsfall kann sich auch eine Dorfinitiative über ihre Gemeinde bewerben“, erklärt Dorothea Angel. Die Bewerbung selbst ist relativ formlos: Einfach den Bewerbungsbogen herunterladen, ausfüllen und schon kann es losgehen.

Die Jury wählt die Gewinner nach verschiedenen Kriterien aus: Wichtig sind unter anderem eine große Beteiligung, ein erkennbarer Nutzen für den Ort oder die Dorfgemeinschaft und nachhaltige Effekte bei der Energieversorgung mit Bioenergie. Auch Vorbildfunktion und Übertragbarkeit spielen eine Rolle.

One comment

  1. Was soll der Unsinn mit dem Blühstreifen-Foto? Bioenergie nach Art der von der LZ beworbenen Lobby-Organisation heißt Gülle-getränkte Maismonokulturen, und am Rand trägt man dann Tetwas Blühstreifen-Schminke auf.