Aktuell
Home | Lokales | Reparatur der Deiche kann anlaufen
Bei stürmischem Wetter machten sich (v.l.) Manfred Nahrstedt, Norbert Thiemann, Almut Kottwitz, Anne Rickmeyer, Olaf Warnecke und Hartmut Burmester gestern noch einmal vor Ort ein Bild über die Schäden an den Deichen im Kreis Lüneburg. Im Gepäck hatte Staatssekretärin Kottwitz einen Förderbescheid über 5,1 Millionen Euro zur Beseitigung der Schäden. Foto: nh
Bei stürmischem Wetter machten sich (v.l.) Manfred Nahrstedt, Norbert Thiemann, Almut Kottwitz, Anne Rickmeyer, Olaf Warnecke und Hartmut Burmester gestern noch einmal vor Ort ein Bild über die Schäden an den Deichen im Kreis Lüneburg. Im Gepäck hatte Staatssekretärin Kottwitz einen Förderbescheid über 5,1 Millionen Euro zur Beseitigung der Schäden. Foto: nh

Reparatur der Deiche kann anlaufen

lz/bau Artlenburg. Mehr als ein Jahr nach dem Rekordhochwasser der Elbe sind viele Schäden noch immer nicht beseitigt. Vor allem tiefe Fahrspuren an den Deichkronen zeugen noch immer von dem dramatischen Einsatz der Helfer im Juni 2013. Doch immerhin stehen seit Montag, 18. August, die Mittel für dringend erforderliche Reparaturen an den Deichen im Bereich des Artlenburger Deichverbandes (ADV) bereit. Für die Beseitigung von Schäden an seinen Hochwasserschutzanlagen erhält der Verband 5,1 Millionen Euro aus dem Fonds „Aufbauhilfe“.

Den entsprechenden Förderbescheid überreichte Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz an Deichhauptmann Hartmut Burmester. Beim Hochwasser an der Elbe im vergangenen Sommer ist es in Niedersachsen, anders als zum Beispiel in Sachsen-Anhalt, nicht zu einem Deichbruch gekommen. Die Staatssekretärin erinnerte deshalb bei der Übergabe des Förderbescheids daran, dass sich die Investitionen, die seit dem Hochwasser 2002 mit damaligen Aufbauhilfefonds finanziert worden seien, ausgezahlt hätten. Dennoch ist es auch in Niedersachsen während des Elbe-Hochwassers im vergangenen Juni zu Schäden an den Hochwasserschutzanlagen insbesondere an Deichkronen und Deichverteidigungswegen sowie an Schöpfwerken und Sielen gekommen. Kottwitz betonte: „Die Schäden, die durch die Deichverteidigung entstanden sind, müssen beseitigt werden. Unser vorrangiges Ziel eines vorbeugenden Hochwasserschutzes im Binnenland ist es jedoch, vorhandene natürliche Retentionsräume unbedingt zu erhalten und zusätzliche Überschwemmungsgebiete zu schaffen. Auch durch Deichrückverlegungen dort, wo dies sinnvoll ist. Wir wollen Flüssen mehr Raum geben auch am Unterlauf der Elbe.“

Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt dankte der Staatssekretärin für den Förderbescheid, da nun mit der Schadensbeseitigung umgehend begonnen werden könne. „Ich hoffe sehr, dass in den nächsten Jahren keine erneute Scheckübergabe wegen Hochwasserschäden erforderlich wird“, betonte der Landrat. Deshalb ist für ihn vorbeugender Hochwasserschutz kreis- und länderübergreifend unverzichtbar.

„Erleichert und erfreut über die zur Verfügung gestellten Mittel“ sind auch Deichhauptmann Hartmut Burmester und ADV-Geschäftsführer Norbert Thiemann. „Damit können wir jetzt endlich beginnen, die Hochwasser-Schäden an den Deichanlagen zu beheben.“ Die ersten Arbeiten werden laut Thiemann in den nächsten Wochen auf einer Strecke von vier Kilometern zwischen Wendewisch und Barförde erfolgen. „Dort sind die Schäden an der Deichkrone und die Minderhöhe am Deichprofil am gravierendsten.“ Die Maßnahme wird bis Oktober dauern.