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Derzeit prüft der Landkreis Harburg die Übernahme des genossenschaftlichen Krankenhauses Salzhausen. Anfang Oktober soll der Kreistag über ein entsprechendes Konzept beschließen. Foto: A/pet
Derzeit prüft der Landkreis Harburg die Übernahme des genossenschaftlichen Krankenhauses Salzhausen. Anfang Oktober soll der Kreistag über ein entsprechendes Konzept beschließen. Foto: A/pet

Grünes Licht für Übernahme

emi Salzhausen. Nach dem Gläubigerausschuss des Krankenhauses hat nun auch der Kreisausschuss des Landkreises Harburg mehrheitlich einer Übernahme der insolventen Salzhäuser Klinik durch den Kreis Harburg zugestimmt. Das teilt der Harburger Kreissprecher Johannes Freudewald auf LZ-Nachfrage mit. Bis zu den nächsten Sitzungen von Kreisausschuss und Kreistag am 29. September beziehungsweise 6. Oktober soll das Kreis-Konzept auf seine Umsetzbarkeit hin geprüft und die Übernahme so weit vorbereitet werden, dass das Übernahmekonzept beschlussbereit vorliegt, so der Kreissprecher.

Das Konzept sieht derzeit vor, den stationären Krankenhausbetrieb in Salzhausen wenigstens für drei Jahre zu erhalten und den 125 Mitarbeitern eine Weiterbeschäftigung zu garantieren. Derzeit laufen laut Freudewald Gespräche mit den Abteilungen, Ärzten, Krankenkassen sowie mit dem Sozialministerium des Landes.

Im Februar hatte das Heidelberger Radiologie-Management-Unternehmen „Curagita“ die Geschäftsbesorgung für die Klinik übernommen, war im Juli aber abgesprungen. Der Insolvenzverwalter des Salzhäuser Krankenhauses, Jan Ockelmann, hatte daraufhin neben dem Kreis Harburg auch mit einem privaten Krankenhauskonzern verhandelt. Der Gläubigerausschuss der Klinik hatte demnach am 15. August offenbar über zwei Geschäftsbesorgungsverträge zu entscheiden den mit dem Landkreis Harburg sowie den mit Asklepios. Der Gläubigerausschuss erteilte schließlich dem Landkreis die Zusage.

Die FDP Salzhausen blickt indessen skeptisch auf die Übernahme-Absichten durch den Kreis: „Vor dem Hintergrund der Entscheidung, dass der Landkreis Harburg das Krankenhaus Salzhausen als dritte kreiseigene Klinik (neben Winsen und Buchholz, Anm. d. Red.) übernehmen will, stellt sich für die FDP Salzhausen eine grundsätzliche Frage: Wie ehrlich sind die Absichten des Landkreises im Interesse der Patienten und der Belegschaft für einen langfristigen Fortbestand des Krankenhauses in Salzhausen?“, schreibt Manfred Nienstedt in einer Pressemitteilung. Die FDP Salzhausen fordert, dass der Kreis die geplante Standortgarantie von drei auf fünf Jahre erweitert. Zudem habe sie veranlasst, dass die FDP-Fraktion im Landtag eine Anfrage an die niedersächsische Landesregierung zur aktuellen Situation der Klinik in Salzhausen stellt.