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Malte (li.) und Henning Herz in ihrer Adendorfer "Schaltzentrale" - heute feiern die Brüder den Launch ihres sozialen Netzwerks "bebroadcast". Foto: t&w
Malte (li.) und Henning Herz in ihrer Adendorfer "Schaltzentrale" - heute feiern die Brüder den Launch ihres sozialen Netzwerks "bebroadcast". Foto: t&w

Virtuelle Verbrüderung: Neues soziales Netzwerk „bebroadcast“ feiert Launch

jdr Adendorf. Es war der Wunsch nach einem anwendungsfreundlichen und im buchstäblichen Sinne sozialen Netzwerk, der Henning (27) und Malte Herz (25) aktiv werden ließ: Über Monate tüftelten die Brüder in ihrer Adendorfer Wohnung an „bebroadcast“, einer Alternative zu Facebook, Google + und Co. „Ins Rollen kam der Stein spätestens Anfang dieses Jahres mit der Nachricht, dass Facebook Whats-App schluckt“, erinnert sich Henning Herz, hauptberuflicher Web-Programmierer. Die Fusion hatte bei vielen Menschen Sorge vor einem Abgleich und der weiteren Nutzung ihrer Daten hervorgerufen. Auch im Freundeskreis der beiden sei das Problem heiß diskutiert worden.

Ihr Zögling bebroadcast – oder kurz „bebro“, was frei übersetzt in etwa „sei ein Bruder“ bedeutet – sollte eine Plattform werden, in deren Fokus allein die Anwenderinteressen stehen. „Während andere Netzwerke darauf abzielen, Werbeprofile ihrer Nutzer zu erstellen, um diese an Dritte weiterzuverkaufen, konzentrieren wir uns wieder aufs Wesentliche – den Austausch.“ Werbung gebe es bei ihnen zwar auch, aber nur in einem eigens dafür eingerichteten Bereich. „Jeder Nutzer kann entscheiden, ob er überhaupt Reklame sehen möchte und wenn ja, welche. So bleibt er selbstbestimmt und das Erscheinungsbild übersichtlich.“ Alle administrativen Vorgänge, beispielsweise Änderungen der AGBs, blieben bei bebro zudem transparent, der Nutzer behalte stets die Kontrolle über die von ihm preisgegebenen Daten. Bei den populären Netzwerken laufe das anders, sagt Henning Herz.

Qualität statt Quantität - mit klaren Linien und einem reduzierten Äußeren schaffen Henning und Malte Herz bei bebro mehr Übersichtlichkeit und Raum für das Wesentliche. Foto: Herz
Qualität statt Quantität – mit klaren Linien und einem reduzierten Äußeren erwirken Henning und Malte Herz bei bebro mehr Übersichtlichkeit und Raum für das Wesentliche. Foto: Herz

Seit einigen Wochen befindet sich bebroadcast in der Testphase, wird von einer ganzen Reihe Freiwilliger auf Funktionalität geprüft. Malte Herz, der abseits der virtuellen Welt eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer absolviert und bei bebro für das Marketing zuständig ist, erklärt: „Darin spiegelt sich unser Ansatz, hier läuft alles demokratisch.“ Positive und negative Kritik werde im internen Forum mit allen Beta-Testern diskutiert, das Angebot daraufhin ausgebaut oder reduziert. Auf diese Weise seien schon Features zustande gekommen, die es woanders nicht gebe, erzählt Henning. „Wir haben beispielsweise einen ‚dislike-button‘ und in Form der ‚link-line‘ auch eine Favoritenliste. Außerdem ist per ‚be color‘ alles farblich individualisierbar“.

Ob bebro hält, was seine Entwickler versprechen, lässt sich für jedermann heute, 1. September, auf www.bebroadcast.com herausfinden. Ab 18 Uhr wird die Plattform „auf Sendung“ gehen.
Sofern es ihr Beruf zeitlich zulässt, möchten Henning und Malte Herz das Angebot erweitern – eine bebro-App ist für März 2015 geplant.