Dienstag , 27. September 2016
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Drei Rennen, drei Siege: das Clage-Team (vorn) sicherte sich am Sonnabend souverän den Gesamtsieg beim ersten Lüneburger Drachenbootrennen. Foto: t&w
Drei Rennen, drei Siege: das Clage-Team (vorn) sicherte sich am Sonnabend souverän den Gesamtsieg beim ersten Lüneburger Drachenbootrennen. Foto: t&w

Wettkampf der Ungeheuer

us Lüneburg. Kräftige Trommelschläge und lautstarkes Anfeuern der Steuermänner schon von Weitem war das Drachenbootrennen auszumachen, das am Sonnabend erstmals in Lüneburg ausgetragen wurde. 220 Meter lang war die Rennstrecke auf der Ilmenau, sie führte von der Amselbrücke bis zum Bootsstieg des Lüneburger Ruder-Clubs „Wiking“ und forderte den vollen Einsatz der vier angetretenen Teams. „Die kurze Strecke täuscht, das ist richtig anstrengend“, berichtete Reinhard Krüger. Er selbst war zwar nicht mitgefahren, als 2. Vorsitzender des Ruder-Clubs aber hatte er sich um die Organisation des Wettkampfs gekümmert.

Angetreten waren Mannschaften der Lüneburger Unternehmen Impreglon/Bergström, Nordson und Clage sowie der Ruder-Club Wiking, der aber unter den Farben seines Sponsors Fitwerft um den Titel kämpfte. Sechs Rennen mussten ausgetragen werden, jedes Team trat drei Mal an, für jeden Sieg gab es fünf Punkte, der Verlierer erhielt drei.

Doch nicht nur Kraft war erforderlich, um die mit je 20 Paddlern, einem Steuermann und einem Trommler besetzten Boote als Erster ins Ziel zu bringen. Das erfuhr das Nordson-Team gleich bei seinem ersten Lauf. „Wir waren beim Start zu weit nach links abgekommen und dann leider in der Uferböschung gelandet“, berichtet Peter Fahrenholz. Der mitgepaddelte Nordson-Geschäftsführer und seine Mannschaft trugen es mit Humor, ohnehin standen Spaß und geselliges Beisammensein im Vordergrund.

Die Initiative für das Drachenbootrennen war von Henning J. Claassen, Chef der Unternehmen Impreglon und Bergström, ausgegangen. Ebenso wie Nordson hatte auch Impreglon/Bergström den Bau eines Drachenbootes unterstützt, die im Rahmen eines Qualifizierungsprojekts in der Jugendwerkstatt von job.sozial gebaut worden waren (LZ berichtete). Nun sollten beide Boote ihre Tauglichkeit erstmals im Wettkampf unter Beweis stellen.

Angefeuert von den etwa 50 Gästen und Angehörigen der Wettkampfteilnehmer wurden spannende Rennen ausgetragen, gut zwei Stunden lang kämpften die vier Teams hart um Sieg und Ehre. In einem beeindruckenden Endlauf waren zuletzt dann die beiden Bestplatzierten gegeneinander angetreten. Am Ende war es eine gute Drachenlänge, mit der das Clage-Team sich den Gesamtsieg und den Pokal vor der Mannschaft des Ruder-Clubs Wiking sicherte.

Eine Sonder-Wette zwischen den beiden Drachenbootstiftern gab es am Rande auch noch. Der Sieger des Rennens, in dem beide gegeneinander antraten, sollte zwei Magnum-Flaschen Champagner spendieren, wie Claassen und Fahrenholz kurz zuvor vereinbarten. Den Sieg holte sich das Impreglon/Bergström-Team, das Champagner-Vergnügen werden sich dann beide Teams im Rahmen einer weiteren Wettfahrt gönnen, die sie an einem der kommenden Freitage an gleichem Ort durchführen wollen.

Auch im kommenden Jahr soll es wieder ein Drachenbootrennen geben. Dann vielleicht mit drei Booten und auf dem Elbe-Seitenkanal, wie es Initiator Claassen vorschwebt: „Ich habe Clage ermuntert, auch ein Boot bereitzustellen.“ Dann soll vielleicht auch die Strecke von jetzt 220 Meter auf 1000 Meter verlängert werden.