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Zierkürbisse in allen Formen und Farben künden vom nahenden Herbst: Die Saison hat dieses Jahr rund drei Wochen früher als üblich angefangen. Das Foto hat Michael Michalcyk aus Reppenstedt der LZ-Redaktion geschickt. Foto: nh/michalczyk
Zierkürbisse in allen Formen und Farben künden vom nahenden Herbst: Die Saison hat dieses Jahr rund drei Wochen früher als üblich angefangen. Das Foto hat Michael Michalcyk aus Reppenstedt der LZ-Redaktion geschickt. Foto: nh/michalczyk

Das Leuchten der Kürbisse

emi Lüneburg/Bardowick. Gelb, grün, orange, pickelig, prall oder länglich wer dieser Tage über den Lüneburger Wochenmarkt läuft oder einen Blick in die Hofläden der Region wirft, kann sie in allen Formen, Farben und Größen bewundern: Kürbisse. Die Saison hat begonnen. Bereits seit rund drei bis vier Wochen holen die Gemüsebauern Elke und Malte Wilkens essbare Sorten wie Hokkaido, Butternut, Roter Zentner und Muskatkürbis von ihren Feldern bei Bardowick. Hinzu kommen unzählige ungenießbare Zierkürbisse. „Die Erntezeit hat dieses Jahr aufgrund des warmen Wetters mit viel Sonne früher angefangen als sonst“, sagt Malte Wilkens. „Normalerweise geht es ab September los.“ Weil sich die Gewächse gut lagern lassen, zieht sich die Saison bis weit in den Winter hinein.

Der Startschuss fiel bereits im Frühjahr: Von Mitte Mai an setzten Malte und seine Mutter Elke Wilkens die Kürbispflanzen in die Erde. Drei bis vier Wochen zuvor waren die Pflänzchen im Frühbeetkasten, einer Art Treibhaus, vorgezogen worden. „Der Kürbis mag Wärme und ist relativ wuchsfreudig“, erklärt der 25-jährige Landwirt. Der größte Kürbis der Bardowicker ist der Rote Zentner. Er hat etwa die Größe eines Medizinballs.

Derzeit gehören die Kürbisse neben Salaten, Porree, Sellerie, Kartoffeln und Bohnen zum Hauptgeschäft der Wilkens. „Die Resonanz der Leute ist bisher gut“, sagt Malte Wilkens. Besonders gern wird der Hokkaido gekauft.

„Er hat eine handliche Größe, ist sehr schmackhaft und man kann die Schale mitkochen“, begründet der junge Mann. Auf rund 3000 Quadratmetern Fläche bauen die Wilkens die beliebte Sorte an. Einen reifen Hokkaido könne man neben seiner satten rot-orangen Farbe auch am Stiel erkennen: Ist er holzig, ist das ein Zeichen für die Reife der Frucht.

Und die eignet sich zum Beispiel hervorragend für Kürbis-Suppen aller Art. Wem Kürbisse dagegen nicht schmecken, der kann die eckigen, gebogenen und gesprenkelten Zierkürbisse als Herbst-Dekoration für drinnen und draußen verwenden. Oder die orangen Kugeln spätestens zu Halloween am 31. Oktober aushöhlen, Augen, Mund und Nase hineinschnitzen, eine Kerze hineinsetzen und als gruselige Laterne vor die Tür stellen.

Kürbisscheiben
Rezept von Landwirt Heinrich Steinhauer aus Thomasburg: Butternut-Kürbis putzen, in 1-cm-Scheiben schneiden. In Olivenöl auf jeder Seite ca. 3 Minuten braten. Die Scheiben sollten noch Biss haben. Mit Pfeffer und Salz würzen, mit Creme fraiche servieren.