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Fußballspielen ist auf dem Hof der Barumer Grundschule zwar verboten, gleichwohl sind dort ein  Fußballtor mit Ballfanggitter und zuletzt auch ein Basketballkorb aufgebaut worden. Foto: dth
Fußballspielen ist auf dem Hof der Barumer Grundschule zwar verboten, gleichwohl sind dort ein Fußballtor mit Ballfanggitter und zuletzt auch ein Basketballkorb aufgebaut worden. Foto: dth

Korb und Tore trotz Spielverbot

dth Barum. Verwirrspiel auf dem Hof der Grundschule Barum im Ortsteil Horburg: Einerseits verbietet ein Schild das Fußballspielen auf dem Gelände, andererseits sind die Tore bereits aufgestellt, um gegen das Verbot zu verstoßen. Zudem sind die Tore so aufgebaut, dass sich das Leben in guter Nachbarschaft mit der Schule schwierig gestaltet.

„Wer auch immer das veranlasst hat, dem würde ich gerne einen Tischkicker vor den Schreibtisch stellen“, sagt Wilfried Kaiser. Er und seine Frau Sabine haben grundsätzlich nichts gegen spielende Kinder auf dem benachbarten Schulhof in Horburg. Nur in diesem Fall sind sie am Ende ihrer Geduld. Schon vor geraumer Zeit hat die Samtgemeinde Bardowick ein Schild auf dem Hof der Grundschule aufgestellt, das das Fußballspielen untersagt. Gleichwohl gibt es dort auch eine Torwand und ein Fußballtor ohne Netz, in Schussrichtung des Gartens des Ehepaars. Anstelle eines Netzes fängt mittlerweile ein mehrere Meter hohes Ballfanggitter kurz dahinter die Schüsse scheppernd auf. Und vor einiger Zeit ist in Sicht- und Hörweite ein neuer Basketballkorb mit einer kleinen Spielfläche hinzugekommen.

„Mit den spielenden Kindern der Grundschule haben wir keine Probleme. Vor allem Jugendliche haben hier in den vergangenen Wochen nachmittags gespielt. Wir hatten kaum eine ruhige Minute“, sagt Sabine Kaiser. Besondere Anziehungskraft haben die Spielgeräte auf dem Schulhof auf Jugendliche wohl auch deshalb, weil wegen der benachbarten Baustelle die Fußballtore auf dem Barumer Sportplatz vorübergehend entfernt wurden. Dabei ist der Spielplatz der Grundschule ohnehin nur „für Kinder unter 14 Jahren“ zugelassen.

Das Ehepaar hatte sich an Barums Bürgermeister Torsten Rödenbeck und Samtgemeindebürgermeister Heiner Luhmann gewandt. Auf LZ-Nachfrage sagt Luhmann: „Wir werden das Fußballtor auf dem Schulhof versetzen.“ Bei dem Basketballkorb hingegen gibt es noch Klärungsbedarf. Das Spielgerät hatte der Förderverein der Grundschule Bardowick für die Außenstelle in Horburg gestiftet und mit Unterstützung des Bardowicker Bauhofes auf dem Schulhof aufgestellt.

„Das ist eine gute Sache“, sagt Verwaltungschef Luhmann, doch nach einer Ortsbesichtigung ist er der Ansicht: „Der Standort ist unglücklich gewählt.“ Das Technische Bauamt soll nun nach den Ferien gemeinsam mit der Schulleitung und den Eltern über eine Verlegung des Basketballkorbes sprechen.

9 Kommentare

  1. Wir haben vor geraumer Zeit dort auch Fußball gespielt und kurze Zeit später (10 Min.), sind die netten Nachbarn zum Schulhof gestürmt und haben uns an gemeckert.
    Zum Glück waren noch zwei andere Menschen dort, die uns unterstützt und verteidigt haben.
    Wir finden es schwachsinnig, das jetzt auch noch das Fußball spielen verboten wird.
    In was für einer Welt leben wir eigentlich, wo ältere Menschen sich darüber aufregen, das Kinder noch fröhlich und lebensfroh Fußball spielen und nicht den ganzen Tag am Computer sitzen.
    Sie könnten froh sein, das Kinder noch draußen an der frischen Luft spielen, als wo anders Autos aufzubrechen.
    Diese Menschen sollten sich auch daran erinnern, dass sie auch mal jung waren und auch gespielt haben, bevor sie andere hilflose Kinder an meckern.
    Ich hoffe, dass damit bald Schluss sein wird
    Mit freundlichen (nicht verständnisvollen) Grüßen
    Niclas und Mias

    • Alles gute für Niclas und Mia, aber wenn die Eltern schon das Schreiben übernehmen dürfen diese auch ihren Namen verwenden.

  2. Jürgen Hempel Lüneburg

    ……….. was sind es doch für erwachsende Kinder, die dort so schön geschrieben haben !! — Da fällt mir ein : WAS MEDIEN MIT KINDER MACHEN………….. Aber wirklich lustig ist, dass Eltern die Sprache der Kinder annehmen : … und haben uns angemeckert…………………… Dennoch darf gefragt sein, wo sind denn die aufsichtführenden Eltern geblieben ? Lassen Ihre Kinder unbeaufsichtigt auf verbotenem Grund spielen…………..

    • Das Schreiben ist ein Fake, ist doch klar, wenn ich Kinder vortäuschen will, dann schreibe ich auch wie sie (übrigens nicht angemeckert, sondern „an gemeckert“ , besser wissen es auch die „Eltern“ nicht). Aber ein Wort wie „lebensfroh“ ist dann doch reingeflutscht…. Armes Deutschland. Wir haben früher als Kinder auf Wiesen Fußball spielen dürfen und haben uns die Lunge aus dem Hals geschrien, da hatte aber niemand etwas dagegen, da in der Zeit der Babyboomer von jedem Hof ein Junge dabei war. Und eigener Lärm wird nicht als solcher empfunden. Jetzt sitzen sie einsam und ohne Kinder (und Enkel) in ihren Bungalows und machen Ärger, sobald sich etwas regt. Schade eigentlich…

  3. Erstens heißt es Niclas und Mias:
    Zweitens werde ich dann die Kommentare lassen
    Und drittens habe wir das geschrieben (14 Jahre und 13 Jahre), und nicht irgentwelche Eltern
    ;-(

    Aber gut die Erwachsenen gewinnen wie immer.
    Ich bin Deutscher und kann Deutsch.

  4. Wieso bringt die Landeszeitung so einen Artikel heraus und stellt die Dauernörgler und Gutmenschen als die armen Ruhesuchenden dar? Die Kinder spielen nicht ja nachts! Und warum wird überhaupt ein Spielverbot von der SG ausgesprochen? Wahrscheinlich auf Bitten der Nachbarn.

    Wer neben einer Schule wohnt muss nunmal Kinderlärm ertragen.
    Eine fürchterliche Gesellschaft haben wir, sogar von Politik und Medien gefördert.

  5. Hallo Falk, Juergen und Lasse.Als Vater eines der beiden „Autoren“ (Niclas & Mias) kann ich Ihre/eure Kommentare nicht ungewuerdigt lassen. Zum einen gehen die Unterstellungen komplett am Thema vorbei und erwecken allerhöchstens den Eindruck, die Schreibenden seien entweder mit seherischen Fähigkeiten gesegnet oder würden nur schreiben, weil sie immer eine Meinung zu jedwedem Thema haben. Zum anderen ist es reichlich unverschaemt, Kindern per se die Faehigkeit abzusprechen, sich (sogar relativ fehlerfrei) zu einem sie betreffenden Thema ohne Hilfe ihrer Eltern zu aeussern. Und dass wir unsere Kinder tatsaechlich unbeaufsichtigt im Dorf herumstreunen lassen ist keine Straftat oder Vernachlaessigung, sondern einfach nur normal: auf dem Lande geht das! Das Argument Wiese kann ich ungemaeht ebenfalls nicht gelten lassen, weil entweder der Mais oder die Pferde schon draufstehen. Mein Appell an alle: lasst die Kinder spielen! Bellende Hunde wären ja dann das nächste Thema…

  6. Hallo geht’s noch ?
    Da spielen Kinder und dann regen sich die Nachbarn auf.
    In was für einem Land leben wir eigentlich.
    Jürgen Hempel, was soll das denn ?
    Irgend so einen Müll erfinden, der garnicht stimmt.
    Sie müssen sich ja auch zu jedem Thema äußern, oder ?
    Die Kinder setzen sich da hin und versuchen einen möglichs fehlerfreien, sachlichen und ohne Beleidigungen Text zu verfassen, und Jürgen Hempel, Falk und Lasse haben nichts besseres zu tun, als den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen und zu warten bis es etwas zu diskriminieren gibt ?
    SCHRECKLICH!!!
    Gruß

  7. So jetzt reicht es mir.
    Wenn die glauben, das wir dort spielen und Niclas dann auslachen und mit Wörtern wie „erbärmlich“ betiteln, reicht es mir/uns.
    Was soll denn das?
    Die Sitzen den ganzen Tag im Haus gehen mal raus und dann wieder rein, und dann nennen die mich erbärmlich.
    KRANK !