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Konventualin Charlotte Pattenden führte Gewinner der Fresh-Ferienaktion durchs Kloster Lüne. Am Sonntag, 14. September, öffnen sich die Pforten wieder für die Öffentlichkeit. Foto: A/jco
Konventualin Charlotte Pattenden führte Gewinner der Fresh-Ferienaktion durchs Kloster Lüne. Am Sonntag, 14. September, öffnen sich die Pforten wieder für die Öffentlichkeit. Foto: A/jco

Tag des offenen Denkmals +++ mit interaktiver Landkarte

ahe/ca Lüneburg. Mehr als 7500 Denkmale in ganz Deutschland sind am Sonntag, 14. September, für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Beim Tag des offenen Denkmals sind auch zahlreiche Einrichtungen in Stadt und Landkreis mit dabei, die ihre Türen öffnen und einen Blick hinter die Kulissen gewähren.

Auch in und um Lüneburg beteiligen sich wieder viele Akteure. Einige Beispiele: An der Schleuse in Wittorf präsentieren die Mannschaften, die sich um den Salz-Ewer und das Binnenschiff Ilmenau kümmern, die Schiffe und ihre Arbeit. Auch das historische Nadelwehr kann besichtigt werden. Mit den Hölzern können Arbeiter den Wasserstand der Il­menau regulieren.

Im Kloster Lüne erklären Fachleute im Teppichmuseum und im Kloster selber die Bedeutungen etwa von Glas- und Wandmalereien. Zudem wird im Innenhof nach alten Techniken Wolle gefärbt.

Im neuen Museum am Wandrahm öffnen die Aktiven den Gründungsbau von 1891. In der ehemaligen kirchlichen Abteilung erläutern unter anderem die Restauratoren Inga Blohm und Markus Tillwick, wie historische Bilder restauriert werden und wie sie beispielsweise Farbpigmente untersuchen, um die Ursprungsfarben eines Kunstwerks zu ermitteln.

Unter dem Motto „Farbe“ erfahren die Kulturbegeisterten insbesondere, wie Farben nach historischem Vorbild hergestellt und am Bau verwendet werden können. Sie erleben in fachkundigen Führungen, wie die Wirkung von Farbe zu allen Zeiten von den Erbauern gezielt eingesetzt wurde, um unsere Sinneseindrücke zu prägen. Selbst wenn der Bezug zum Jahresmotto nicht ausdrücklich hergestellt wird: Der Tag des offenen Denkmals ist für die Besucher eine Gelegenheit, einmal im Jahr Neues über die Erfolge, aber auch Sorgen und Nöte im Ringen um die Erhaltung von Denkmalen zu hören. Koordiniert wird der Aktionstag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit Sitz in Bonn. In Niedersachsen sind diesmal 600 Einrichtungen mit von der Partie.

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit. Das aktuelle bundesweite Programm ist unter www.tag-des-offenen-denkmals.de einsehbar. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Kategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Besichtigungstouren zusammenstellen.

Mit unserer interaktiven Landkarte gewinnen Sie einen Überblick über die teilnehmenden Einrichtungen aus Stadt und Land und erfahren, was Sie wo erwartet. Dazu einfach auf die gelben Häuschen-Symbole klicken, auf diese Weise öffnet sich jeweils ein Info-Fenster. Noch ein Tipp: Mit einem Klick in das Rechteck am oberen Kartenrand lässt sich der Plan vergrößern. Los gehts!