Donnerstag , 29. September 2016
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Feuerwehrleute helfen, das leckgeschlagene Binnenschiff Hanna abzudichten. Die Helfer legen Ölsperren auf dem Kanal bei Bad Bevensen. Die Schiffe liegen an der Brücke an der Dahlenburger Straße. Fotos: phs
Feuerwehrleute helfen, das leckgeschlagene Binnenschiff Hanna abzudichten. Die Helfer legen Ölsperren auf dem Kanal bei Bad Bevensen. Die Schiffe liegen an der Brücke an der Dahlenburger Straße. Fotos: phs

Auf Grund gegangen

ca Bad Bevensen. Nichts geht mehr auf dem Elbe-Seitenkanal: Vermutlich bis heute, 11. September, in die Morgen- oder gar Mittagsstunden dürfte die Wasserstraße bei Bad Bevensen gesperrt sein. Gestern waren dort zwei Binnenschiffe zusammengestoßen. Dabei riss der Bug der mit Kohle beladenen „Hanna“ auf, durch ein 1,50 mal 0,40 Meter großes Loch strömte Wasser ein, die Front des 67 Meter langen Schiffes setzte auf den Grund auf. „Die Ursache des Zusammenstoßes ist noch unklar“, hieß es von der Wasserschutzpolizei. Es sei niemand verletzt worden, der Schaden gehe in die Zehntausende.

Berufstaucher suchen nach dem Loch im Bug des Schiffes.
Berufstaucher suchen nach dem Loch im Bug des Schiffes.

Bevensens Feuerwehrchef Matthias Wedel hatte 50 Kräfte aus der Kurstadt und Bienenbüttel im Einsatz. Sie legten eine Ölsperre, die wie ein Kompresse austretenden Diesel aufsaugte. Zudem setzten sie ein Fass an einen Überlauf, das Kraftstoff aufnahm, der eigentlich für den Frontmotor benötigt wird. Unterstützt wurden die Helfer von Tauchern, die den Schaden unter Wasser aufnahmen und das Leck abdichten sollten. Kai Römer und Harald Weike vom Wasser- und Schifffahrts­amt in Uelzen berichteten, dass man den Schiffsverkehr zwischen dem Hebewerk Scharnebeck und der Schleuse Uelzen gestoppt habe. Zum einen wurde es eng auf dem Kanal, zum anderen hätten Bugwellen anderer Schiffe dem Havaristen weiter zusetzen können. Im Laufe des Tages konnte die mit Weizen beladene „Weser“, die leicht beschädigt wurde, nach Bevensen zurücksetzen. Parallel dazu ging dann ein Tanker längsseits, um die leck geschlagene ,,Hanna“ zu stützen.

Am Abend sollten die Pumparbeiten fortgesetzt werden. Die Helfer hatten laut Wasserschutzpolizei einen Bagger angefordert, der die ,,Hanna“ leichtern sollte. Das Ziel: Das Binnenschiff mit seinen 844 Tonnen Tonnage richtet sich so weit auf, dass es weiterfahren kann.