Donnerstag , 29. September 2016
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Die Polizei greift an der Ilmenaustraße zu.  Foto: t+w
Die Polizei greift an der Ilmenaustraße zu. Foto: t+w

Polizei-Zugriff in der Lüneburger Familien-Fehde an der Ilmenaustraße: Messer und Schlagwerkzeug sichergestellt +++ Mit Video

lz Lüneburg. Rund 20 Männer hat die Polizei am Sonnabend mit einem Großaufgebot an der Ilmenaustraße festgesetzt, Personalien aufgenommen, Messer und andere Schlagwaffen sichergestellt. Sie erteilte Platzverweise und nahm Personen in Langzeitgewahrsam. Der Einsatz steht im Zusammenhang mit der Familien-Fehde in Lüneburg , die vor einer Woche mit einer Schießerei vor dem Klinikum eskalierte. Die Männer, die jetzt an der Ilmenaustraße kontrolliert wurden, gehören einer der beiden Clans an, die im Krieg stehen.

Wie berichtet, schlugen und stachen erst zwei Männer der verfeindeten Clans in einem Lüneburger Fitnessstudio aufeinander ein, am Sonnabend vergangener Woche eskalierte die Fehde der kurdisch-stämmigen Familien vor dem Klinikum Lüneburg. Drei Angehörige einer Familie aus Lüneburg wurden bei der Auseinandersetzung durch Schüsse in Oberschenkel und Hüfte schwer verletzt. Die Polizei erklärt nun: Alle Verletzten konnten bereits im Laufe der vergangenen Woche das Klinikum in Lüneburg wieder verlassen und befinden sich auf dem Weg der Genesung.

Am Klinikum werden sogenannte Übersichtsaufnahmen vom Tatort mit Spezialkamera angefertig. Foto: t&w
Am Klinikum werden sogenannte Übersichtsaufnahmen vom Tatort mit Spezialkamera angefertig. Foto: t&w

Mit Angehörigen beider Familien waren durch die Leitung der Polizeiinspektion in Lüneburg Gefährderansprachen durchgeführt worden. Das heißt, den Familien wurde verdeutlicht, mit welchen Maßnahmen sie zu rechnen hätten, sollten sie eine Konfrontation mit der anderen Familie suchen.

Bereits in der vergangenen Woche haben Kräfte der Bereitschaftspolizei diverse Kontrollen von Fahrzeugen beider Familien durchgeführt und bei diesen Kontrollen gefährliche Gegenstände wie Messer und Baseballschläger sichergestellt.

Diese Kontrollen wurden auch am heutigen Samstag, weiter fortgeführt. Im Laufe des Nachmittags wurde in der Ilmenaustraße in Lüneburg eine Gruppe von 21 Personen von der Polizei kontrolliert. Die Gruppe bestand aus Mitgliedern einer in Reppenstedt ansässigen Familie und deren Freunden. Bei der folgenden Durchsuchung stellten die eingesetzten Polizeibeamten u.a. mehrere Messer sicher.

Die Personen wurden vor Ort in Gewahrsam genommen und ihre Personalien festgestellt. Im Anschluss erhielten 18 Personen Platzverweise. Gegen 3 Personen im Alter von 28, 32 und 34 Jahren wurde durch das Amtsgericht ein Langzeitgewahrsam angeordnet. Da die Polizei Lüneburg auf eine bevorstehende Auseinandersetzung eingerichtet war, konnte die Lage schnell und konsequent bewältig werden.

Am Sonntag hat die Polizei vor dem Klinikum sogenannte Übersichtsaufnahmen des Tatortes gemacht, teils war die Bögelstraße dafür gesperrt.

Hintergründe Montag in der LZ